Falsche Polizistinnen machen Beute: Echte Polizei greift zu

Verkleidet als Polizistinnen sollen zwei Frauen in Duisburg zwei Männer, die im Auftrag eines Goldhändlers unterwegs waren, um einen hohen Geldbetrag erleichtert haben. Die Polizei konnte die beiden Frauen und einen mutmaßlichen Komplizen schnell festnehmen sowie die Beute sicherstellen. Am Dienstag erließ ein Richter Haftbefehl gegen die drei Verdächtigen wegen Diebstahls mit Waffen.

24.09.2019, 18:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Falsche Polizistinnen machen Beute: Echte Polizei greift zu

Das Logo der nordrhein-westfälischen Polizei ist auf einem Hemd zu sehen. Foto: Marcel Kusch/Archivbild

Die falschen Polizistinnen hätten am Montagvormittag in der Duisburger Innenstadt eine Verkehrskontrolle vorgetäuscht, berichtete die Polizei. Die 38 und 51 Jahre alten Frauen hätten „mit Uniform, ballistischer Weste und vermeintlichen Waffen am Beinholster täuschend echt“ gewirkt. Das Auto ihrer Opfer hätten sie sich für die vermeintliche Kontrolle offensichtlich gezielt ausgesucht.

Die Frauen sollen ihre Opfer aufgefordert haben, sich auszuweisen und den Kofferraum zu öffnen. Nach dem Ende der Überprüfung seien die Männer zunächst weitergefahren. Misstrauisch geworden, hätten sie dann in den Kofferraum geschaut und das Fehlen eines Rucksacks mit dem Geld bemerkt. Daraufhin wendeten sie den Wagen und entdeckten die beiden Frauen in einem zivilen Auto, in dem außerdem ein Mann saß.

Es sei zum Streit gekommen, bei dem die beiden bestohlenen Männer die Scheiben des Autos eingeschlagen hätten. Kurze Zeit darauf traf die von Passanten alarmierte echte Polizei ein und nahm das Trio fest. Die beiden bestohlenen Männer sollten mit dem Geld Altgold aufkaufen, sagte ein Polizeisprecher.

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