Falsche Polizisten räumen ab: Fälle deutlich gestiegen

Betrüger, die sich als Polizisten ausgeben, haben im ersten Halbjahr in Nordrhein-Westfalen mehr als sieben Millionen Euro erbeutet. Die Zahl der Fälle stieg laut Landeskriminalamt NRW um 35 Prozent auf 182 vollendete Taten im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Damals hatten sie mehr als 4,2 Millionen Euro erbeutet. Die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ (NRZ, Donnerstagsausgabe) hatte zuvor berichtet.

18.09.2019, 16:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Falsche Polizisten räumen ab: Fälle deutlich gestiegen

Ein Telefonhörer vor einem Polizeiplakat mit der Aufschrift „Achtung: Hier spricht nicht die Polizei“. Foto: Martin Gerten/Archiv

Die höchste einzelne Beutesumme habe im vergangenen Halbjahr 800 000 Euro betragen. Die Täter rufen bei den Opfern als Polizisten an und fordern sie auf, ihr Vermögen aus Sicherheitsgründen vermeintlichen Beamten auszuhändigen. Nur etwa jeder 100. Anruf bei einem Opfer habe Erfolg: In mehr als 98 Prozent der bekannt gewordenen Fälle bleibe es beim Versuch.

Die Täter gingen hochgradig manipulativ vor und setzten die Opfer massiv unter Druck. Ein großer Teil der Anrufe kommt nach Erkenntnissen des LKA von Callcentern in der Türkei.

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