Falsche Polizisten betrogen Senioren: Urteil erwartet

Sie gaben sich als Polizisten aus und sollen so mehrere Senioren in Hannover und Bielefeld um viel Geld betrogen haben. Zwei aus der Bande stehen jetzt vor Gericht. Das Landgericht will den Prozess am Mittwoch beenden.

12.06.2019, 03:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Falsche Polizisten betrogen Senioren: Urteil erwartet

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank. Foto: Uli Deck/Archivbild

Im Fall eines mehrfachen Trickbetrugs per Telefon mit Senioren unter den Opfern will das Landgericht Bielefeld heute ein Urteil sprechen. Die beiden Angeklagten - ein Mann (28) und eine Frau (27) aus Hannover und Elmshorn hatten bei insgesamt acht Fällen über eine halbe Million Euro erbeutet. Bislang unbekannte Hintermänner aus Izmir in der Türkei hatten das Duo in Deutschland nach fingierten Anrufen losgeschickt, die Beute bei den Senioren einzusammeln. Dabei hatten sich die Anrufer als Polizisten ausgegeben und die Senioren massiv psychisch unter Druck gesetzt. Die Opfer sollten ihr Geld und Wertsachen wie Gold vor vermeintlichen Einbrechern und betrügerischen Banken in Sicherheit bringen und an die vermeintlichen Polizisten übergeben.

Nachdem das Paar aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein am zweiten Prozesstag einen Großteil der Taten eingeräumt hatte, droht den beiden jetzt eine Haftstrafe von maximal drei Jahren und neun Monaten, bzw. vier Jahren und neun Monaten. Die 27-Jährige aus Elmshorn hatte eingeräumt, ihrem Freund vorgeschlagen zu haben, bei der Sache mitzumachen. Der hatte Geldprobleme nach einem missglückten Drogengeschäft.

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