Fall Jatta: Bochum zieht Einspruch gegen HSV-Spiel zurück

Der VfL Bochum hatte im Fall Jatta wie zwei Liga-Konkurrenten Einspruch gegen die Wertung der Niederlage gegen den Hamburger SV eingelegt. Nachdem das Hamburger Bezirksamt die Ermittlungen eingestellt hatte, zog der VfL wie beiden Rivalen diesen nun zurück.

03.09.2019, 16:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fall Jatta: Bochum zieht Einspruch gegen HSV-Spiel zurück

Bakery Jatta bedankt sich bei den Fans. Foto: Christian Charisius/Archivbild

Im Fall Bakéry Jatta hat Fußball-Zweitligist VfL Bochum seinen Einspruch gegen die Wertung des Zweitliga-Spiels gegen den Hamburger SV zurückgezogen. Gleiches taten auch die Liga-Rivalen 1. FC Nürnberg und Karlsruher SC. Zuvor hatte das Hamburger Bezirksamt seine Ermittlungen gegen Jatta eingestellt und ausländerrechtliche Maßnahmen wegen vermeintlicher Zweifel an der Identität des Profis abgelehnt.

„Mit der Entscheidung der zuständigen Behörde hat sich die sportjuristische Frage für den VfL Bochum 1848 geklärt und wir sehen keine Veranlassung mehr, den Einspruch beim Deutschen Fußball-Bund gegen die Spielwertung des Auswärtsspiels beim Hamburger Sportverein am Freitag, den 16. August, aufrecht zu erhalten“, schrieben die Bochumer am Dienstag in einer Mitteilung: „Durch die veränderte Indizienlage hat sich in einem unsicheren Umfeld nun mehr Klarheit für uns ergeben und es besteht kein Grund mehr, die Rechtmäßigkeit der Spielberechtigung zu hinterfragen.“

Die Bochumer hatten am 16. August 0:1 in Hamburg verloren. Dies sei, wie der Verein nun anmerkte, „eine verdiente Niederlage gewesen“. Am Montag hatten die Bochumer in Manuel Wintzheimer einen Stürmer vom HSV verliehen.

Ihr Bedauern drückten die Bochumer über den Verlauf der Diskussion um Jatta aus. „Anfeindungen gegen Bakéry Jatta verurteilen wir auf das Schärfste“, hieß es in der Mitteilung.

Laut eines Berichts des Magazins „Sport Bild“ soll es Zweifel an Jattas Identität geben. Demnach soll er einen anderen Namen haben und älter als von ihm angegeben sein. Der Gambier war 2015 nach Deutschland geflüchtet und lebte zunächst in der Nähe von Bremen. Seit 2016 spielt er für den HSV und hat noch einen Vertrag bis 2024. Sein Club hatte stets deutlich gemacht, hinter seinem Spieler zu stehen.

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