Fake-Polizeiauto und Fake-Polizist ertappt

Zweimal in kurzer Zeit haben angebliche Polizisten beziehungsweise ein gefakter Streifenwagen die echten Beamten beschäftigt. In Wermelskirchen (Rheinisch-Bergischer Kreis) wurde zunächst ein als Polizeiauto umgestalteter Wagen mit mehreren Waffen darin aus dem Verkehr gezogen, wie die Ermittler am Mittwoch berichteten.

07.08.2019, 15:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Dienstagnachmittag sei den Beamten das unerlaubt mit gelb-blauen Folien beklebte Fahrzeug bei einer Verkehrskontrolle aufgefallen. Auf dem Dach war zudem eine nicht-eingetragene Leuchte angebracht. Im Auto des 27 Jahre alten Mannes, der keine Uniform trug, entdeckte die Polizei außerdem den Softair-Nachbau eines Maschinengewehrs und einer Pistole sowie eine Gaspistole. Einen Waffenschein habe der Fahrer dafür nicht gehabt. Er soll in der Vergangenheit schon einmal einen derartig beklebten Wagen gehabt haben.

Am frühen Mittwochmorgen gab sich zudem in Lünen ein 15 Jahre alter Jugendlicher als Kriminalbeamter aus und wollte der Polizei zufolge zwei Männer kontrollieren. Die beiden 20-Jährigen trauten der Sache nicht und verlangten den Dienstausweis. Daraufhin drohte der angebliche Polizist mit einer Schreckschusspistole und holte zur Verstärkung einen mit einem Schlagstock bewaffneten Komplizen dazu.

Sie flüchteten in einem Auto. Zuvor habe der 15-Jährige einem der 20-Jährigen ins Gesicht geschlagen, erklärten die Beamten. Wenig später griff die Polizei den 15-Jährigen sowie einen 17-Jährigen und 24-Jährigen auf. Bei den Männern fanden sie Marihuana sowie 6000 Euro bei dem 17-Jährigen, deren Herkunft unklar blieb.

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