Fairtrade-Siegel darf kein Feigenblatt sein

dzKommentar

Zur Rezertifizierung von Holzwickede zur Fairtrade-Gemeinde lesen Sie auch folgenden Kommentar:

Holzwickede

, 29.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Siegel schmücken ungemein. Holzwickede ist „Gemeinde ohne Rassismus“ und „Gemeinde mit Courage“. Und Holzwickede ist „Fairtrade-Gemeinde“. Das Engagement auf zwei wichtigen Feldern kann man der kleinen Kommune nicht hoch genug anrechnen. Allerdings sollten Zertifikate nicht zum Schmuck auf dem Briefpapier der Verwaltung verkommen.

Es gibt nicht genug ehrenamtliches Engagement in Holzwickede, um den Fairtrade-Gedanken wirklich zu leben. Mindeststandards werden erfüllt. Insofern sind vor allem jene gefordert, die die die Fairtrade-Initiative in der Gemeinde angestoßen haben. Besonders die Kirchengemeinden, die sich schon vor Monaten teilweise zurückgezogen haben.

Das ist nicht die Schuld der Gemeinde. Wenn sie sich aber auch künftig mit dem Fairtrade-Logo schmücken will, sollte sie sich eine Strategie überlegen, wie das Thema auch wirklich über Kirchen und Schulen hinaus bei den Menschen ankommt.

Schließlich steckt hinter dem Fairtrade-Gedanken noch viel mehr als fair gehandelter Kaffee und Zucker.

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