Fahrplan wird am Steinem Platz den Buskunden bald vorgelesen

Öffentlicher Nahverkehr

Neue Hör-Bus-Stelle für den Werner-Steinem-Platz ist schon lange geplant. Doch jetzt kommt sie erst im nächsten Jahr. Der Grund hat etwas mit technischem Fortschritt zu tun.

Schwerte

, 03.11.2018, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fahrplan wird am Steinem Platz den Buskunden bald vorgelesen

Noch ist die Bushaltestelle am Werner-Steinem-Platz nicht zur Hör-Bus-Stelle umgerüstet. © Bernd Paulitschke

Auf einen Knopf drücken – und schon wird der Fahrplan durch einen Lautsprecher vorgelesen. Auf diese Hilfe müssen Sehbehinderte und Blinde an der Bushaltestelle am Werner-Steinem-Platz bis zum nächsten Jahr warten. Das teilt Vorsitzender Jürgen Paul von der Senioren-Union mit, die sich für die Installation einer solchen Anlage stark gemacht hat. Wie er von der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) erfahren habe, gebe es bei der ausführenden Firma Hardware-Probleme.

Neue Generation von Hör-Bus-Stellen

Hintergrund ist die Umstellung des elektronischen Innenlebens der sogenannten Hör-Bus-Stellen auf eine neue Generation, erklärt Gaby Freudenreich, die Leiterin der Inklusionsprojekte bei der VKU: „Die kriegen sie nicht ans Laufen.“ Sechs ältere Modelle, die bereits im Verkehrsgebiet des Unternehmens stehen, funktionieren dagegen einwandfrei. So soll es natürlich auch am Steinem-Platz sein, wenn dort die VKU-rote Säule aufgestellt wird. Auf Knopfdruck wird sie die Uhrzeit und den Standort ansagen und anschließend die nächsten fahrplanmäßigen Abfahrten der Linien. „Die VKU wird sich alsbald wieder melden, wenn die ausführende Firma in der Lage ist, fehlerfrei zu liefern“, sagt Paul.

Am Bahnhof ist eine andere Technik

Nach einer anderen Technik funktionieren die beiden „Text-to-Speech“-Systeme, die die VKU an den Haltestellen am Busbahnhof und an der Sparkasse eingerichtet hat. Sie sind mit dem sogenannten Dynamischen Fahrgastinformations-System (DFI) gekoppelt und lesen exakt den Text vor, der oben auf dem Anzeige-Display steht. Dadurch gibt es Abfahrtzeiten in Echtzeit, bei denen mögliche Verspätungen oder Ausfälle eingerechnet sind. Diese Technik ist aber – so Gaby Freudenreich – am Steinem-Platz nicht vorhanden.rs

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