Liverpool schlägt Tottenham - Hasenhüttl erlebt Debakel

Im Duell der Champions-League-Finalisten der Vorsaison erkämpft sich der FC Liverpool einen verdienten Sieg gegen Tottenham Hotspur. Arsenal verspielt gegen Crystal Palace einen Führung. Der FC Southampton geht gegen Leicester City desaströs mit 0:9 unter.

27.10.2019, 19:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spitzenreiter FC Liverpool hat in der englischen Premier League den neunten Sieg im zehnten Spiel gefeiert. Das Team von Trainer Jürgen Klopp drehte zuhause gegen Tottenham Hotspur einen frühen Rückstand und gewann verdient mit 2:1 (0:1).

Der FC Arsenal verspielte im London-Derby gegen Crystal Palace eine Zwei-Tore-Führung und kam auch wegen einer VAR-Entscheidung nur zu einem 2:2 (2:1). Der kriselnde Fußball-Rekordmeister Manchester United gewann nach zuvor vier sieglosen Liga-Spielen wieder.

„Das war ein Superspiel, ich liebe es“, freute sich Klopp über den Sieg im Duell der Champions-League-Finalisten. Jordan Henderson (52. Minute) und Mohamed Salah (75.) per Strafstoß schossen in Anfield die Tore für Liverpool, nachdem die Gäste schon in der ersten Minute durch Harry Kane in Führung gegangen waren. Die noch ungeschlagenen Reds waren die bessere Mannschaft, scheiterten allerdings mehrfach am starken Spurs-Keeper Paulo Gazzaniga, der für den verletzten Hugo Lloris im Tor stand. Kurz nach der Pause hatte Liverpool Glück, als Heung-Min Son Torwart Alisson umkurvte, dann aber den Querbalken traf.

Arsenal ging durch den Ex-Dortmunder Sokratis (7.) und David Luiz (9.) in Führung, doch dann trafen Luka Milivojevic (32./Strafstoß) und Jordan Ayew (52.) für Palace. Das vermeintliche Siegtor für die Gunners, erneut durch Sokratis (83.), wurde nach Videobeweis wegen eines Fouls von Calum Chambers aberkannt. Der deutsche Ex-Weltmeister Mesut Özil, der in dieser Premier-League-Saison erst einmal für Arsenal zum Einsatz kam, stand wieder nicht im Kader.

Man United setzte sich mit 3:1 (2:0) beim Aufsteiger Norwich City mit dem deutschen Trainer Daniel Farke durch. Scott McTominay (21.) schoss das 2000. Premier-League-Tor für die Red Devils. Auch Marcus Rashford (30.) und Anthony Martial (73.) trafen für die Gäste, die höher hätten gewinnen können. Doch Norwich-Torwart Tim Krul parierte zwei Strafstöße. Torschütze für Norwich war Onel Hernández (88.).

Ein absolutes Debakel erlebte der frühere Leipziger Coach Ralph Hasenhüttl, dessen FC Southampton bei strömenden Regen mit 0:9 gegen Leicester City unterging. „Ich übernehme die volle Verantwortung für das, was heute passiert ist“, sagte der Österreicher am Freitag nach der historischen Pleite. Die Boulevardzeitung „The Sun“ schrieb von einer „Demütigung“, Ex-Bayern-Profi Pierre-Emile Hojbjerg sprach vom „peinlichsten Moment meiner Karriere“.

Leicester stellte die bisherige Bestmarke von Man United vom 4. März 1995 (9:0 gegen Ipswich Town) ein. Southamptons Ryan Bertrand hatte früh die Rote Karte (12.) gesehen. Die Saints stehen auf einem Abstiegsplatz. Hasenhüttl scheint aber nicht zur Diskussion zu stehen. „Unerschütterlich“ sei das Vertrauen der Club-Bosse in den Coach, schrieb die Zeitung „The Telegraph“.

Wesentlich unspektakulärer besiegte Meister Manchester City den Aufsteiger Aston Villa. Die Elf von Trainer Pep Guardiola gewann am Samstag mit 3:0 (0:0) durch Tore von Raheem Sterling, Kevin De Bruyne und des deutschen Nationalspielers Ilkay Gündogan.

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