FBG-Delegation war als erste deutsche Schülergruppe in Kuba – und so soll es weitergehen

Friedrich-Bährens-Gymnasium

Als Botschafter ihres Landes war eine Gruppe des Friedrich-Bährens-Gymnasium zu Gast in Havanna. In dem kommunistisch regierten Land wurden sie auch von ranghohen Diplomaten empfangen.

von Maximilian Stascheit

Schwerte

, 18.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
FBG-Delegation war als erste deutsche Schülergruppe in Kuba – und so soll es weitergehen

14 Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Bährens-Gymnasiums waren zu Gast am Instituto Preuniversitario Urbano Jose Miguel Perez Perez. © Friedrich-Bährens-Gymnasium

Die Erwartungen von Schulleiter Heiko Klanke wurden sogar übertroffen. Vor einer Woche ist die Delegation des Friedrich-Bährens-Gymnasiums von ihrem Austauschbesuch in Kuba zurückgekehrt. Viele schöne Erinnerungen, interessante Gespräche und spannende Eindrücke vom lateinamerikanischen Land, seiner Kultur und dem Lebensstil werden den vierzehn Schülern wohl noch ewig in Erinnerung bleiben.

Überaus herzlich und offen sei die Schülergruppe, die von dem Schulleiter, zwei Lehrern sowie Elternvertreter Dr. Hans-Christian Mundt begleitet wurden, auf kubanischer Seite gewesen. Dabei habe man im Vorfeld nicht genau einschätzen können, was einen in der kubanischen Hauptstadt – zehn Stunden Flugzeit von Frankfurt entfernt – erwarten würde.

Schüler durften sich frei unterhalten und verabreden

„Kuba wird immer noch von einem Ein-Parteien-System regiert. Es ist quasi ein Dritte-Welt-Land“, erklärt Klanke. „Viele Schüler haben mir nachher gesagt, sie wüssten jetzt erst zu schätzen, was wir hier in Deutschland haben.“ Dennoch sei man von Schülern und Lehrern, aber auch von ranghohen Diplomaten, überall herzlich und mit offenen Armen empfangen worden.

Denn auch abseits des offiziellen Programms kamen die Gymnasiasten schnell mit den kubanischen Schülern in Kontakt, unterhielten sich auf Spanisch und Englisch und vereinbarten spontane Treffen. „Die Schüler durften sich frei austauschen und auch verabreden“, so der Schulleiter.

Delegation lernte viel über das Land

Drei Tage verbrachten die Schüler am Instituto Preuniversitario Urbano Jose Miguel Perez Perez – einer Schule, die vom Altersspektrum mit einer deutschen Oberstufe vergleichbar ist. Dabei erlebten die Schüler nicht nur die offizielle Eröffnungsfeier des Schuljahres mit, sondern verbrachten auch viel Zeit mit den kubanischen Schülern bei gemeinsamen Sport- und Tanzaktivitäten.

„Wir haben aber auch viel über das Land und seine Geschichte gelernt“, erzählt Klanke beim Rückblick auf das Programm abseits des Schulbesuchs. So erkundete die Delegation die Metropole Havanna, die in diesem Jahr ihren 500. Geburtstag feiert und besichtigten dort unter anderem das Revolutionsmuseum. Auch ein Tag am Strand sowie Besuche in den Städten Santa Clara und Pinar del Rio standen auf dem Programm.

FBG-Delegation war als erste deutsche Schülergruppe in Kuba – und so soll es weitergehen

Beim Zusammentreffen mit den kubanischen Schülern stand unter anderem eine gemeinsame Tanzaktion auf dem Programm. © Freidrich-Bährens-Gymnasium

Empfang durch ranghohe Diplomaten

„Das Austauschprojekt findet nicht nur im Rahmen des Spanischunterrichts statt“, stellt der Schulleiter klar. Auch in den Fächern Sozialwissenschaft, Geschichte und Erdkunde befasse man sich im Unterricht mit der Thematik. „Mittlerweile gibt es bei uns auch eine Kuba-AG, in der die Schüler mehr über das Land und seine Kultur lernen können“, so Klanke.

Von großem Interesse war der Austausch jedoch auch auf diplomatischer Ebene. Schließlich war es die erste deutsche Schülergruppe überhaupt, die eine Reise nach Kuba unternahm. Ileana Meza Corona, die Direktorin des kubanischen Instituts für Völkerverständigung, welche für alle Kontakte ins Ausland verantwortlich ist, begleitete das Projekt ebenso wie die deutsche Botschafterin in Kuba, Heidrun Tempel.

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Austauschprojekt soll fortgesetzt werden

„Von kubanischer Seite haben wir auch schon Signale erhalten, dass man das Projekt vertiefen möchte“, so Klanke. Im nächsten Jahr steht der Gegenbesuch der kubanischen Schüler in Deutschland an. Alle Fragen der Finanzierung seien mittlerweile geklärt und ein erster Programmentwurf nach Kuba geschickt. „Viele Schüler haben uns dort erzählt, dass sie noch nie im Ausland waren“, berichtet der Schulleiter.

Für ihn stehe fest, dass man den neuen Freuden in Mittelamerika auch weiterhin helfen wolle – zum Beispiel durch das Sammeln von Unterrichtsmaterialien oder EDV-Geräten.

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