Ex-Freundin bedroht: Gericht ordnet Psychiatrie für Mann an

Er soll seine Ex-Freundin mehr als ein Jahr lang terrorisiert haben: Im Fall eines jungen Mannes aus Remscheid hat das Landgericht Düsseldorf dessen dauerhafte Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie angeordnet. Unmittelbar nach dem Urteil am Montagabend sei der 22-Jährige in die LVR-Klinik nach Essen gebracht worden, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch. Der Angeklagte, dem die Staatsanwaltschaft 66 Straftaten vorgeworfen hatte, sei wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen worden. Laut einem Gutachter sei er paranoid-schizophren und leide unter krankhaften Wahnvorstellungen.

07.08.2019, 15:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ex-Freundin bedroht: Gericht ordnet Psychiatrie für Mann an

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archivbild

Da der Angeklagte zum Zeitpunkt der meisten Taten mit 20 Jahren noch Heranwachsender war, wurde gegen ihn vor einer Jugendstrafkammer verhandelt. Zu Prozessauftakt hatte der Angeklagte die Vorwürfe bestritten. Sie seien frei erfunden, um ihn ins Gefängnis zu bringen.

Laut Anklage soll der Angeklagte nach dem Ende einer mehrwöchigen Beziehung von August 2017 an seine Ex-Freundin 16 Monate lang terrorisiert, sie massiv bedroht und sie und ihren neuen Freund in sozialen Netzwerken bloßgestellt haben. Schließlich soll er das Auto ihrer Mutter angezündet und die Eltern des neuen Freundes seiner Ex-Freundin aufgefordert haben, ihren Sohn umzubringen. Er soll seine Ex-Freundin zudem gewürgt und eingesperrt haben. 40 Mal hat er laut Anklage gegen das gerichtliche Verbot verstoßen, sich ihr zu nähern.

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