Ex-Chef aus Rache mit Benzin übergossen: Haftstrafe droht

Weil er seinen Ex-Chef aus Rache für seine Kündigung nach eigenem Geständnis mit Benzin übergossen hat, muss sich ein 42-jähriger Westfale auf eine Gefängnisstrafe einstellen. Bei ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Hildesheim rückte die Anklage am Dienstag vom ursprünglichen Vorwurf des versuchten heimtückischen und grausamen Mordes ab. Wegen versuchter Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung forderte sie zwei Jahre und drei Monate Haft. Aus denselben Gründen plädierte die Verteidigung auf ein Jahr und neun Monate Haft ohne Bewährung.

21.08.2018 / Lesedauer: 2 min
Ex-Chef aus Rache mit Benzin übergossen: Haftstrafe droht

Ein Fotograf vor dem Bild der Justitia. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Der Angeklagte aus Beverungen im Kreis Höxter hatte zu Prozessstart zwar das Geschehen eingeräumt. Er betonte jedoch, er habe nur das Auto seines Ex-Kollegen in Brand setzen wollen. Er erklärte, dem 47-Jährigen vor dessen Haus in Lauenförde an der Weser aufgelauert zu haben. Als der Ex-Chef sein Auto aus der Scheune holen wollte, habe er sich von hinten angeschlichen und ihn mit etwa drei Litern Benzin übergossen. Sein Feuerzeug, das er bereits in der Hand hielt, steckte er allerdings wieder ein. Der bedrohte Ex-Chef floh zu einem Nachbarn, der Angreifer ließ sich von der Polizei festnehmen.

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