Evonik baut neues Gaskraftwerk im Chemiepark Marl

Der Chemiekonzern Evonik verabschiedet sich an seinem Standort Marl von der Stromererzeugung mit Kohle. Der letzte noch im Einsatz befindlichen Kohlemeiler im Chemiepark Marl werde durch ein modernes Erdgaskraftwerk ersetzt, teilte Evonik am Freitag mit. Der Baubeginn sei noch für dieses Jahr geplant.

30.08.2019, 16:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Evonik baut neues Gaskraftwerk im Chemiepark Marl

Blick auf den "Chemiepark" in Marl (Nordrhein-Westfalen), aufgenommen mit einer Drohne. Foto: Arnulf Stoffel/Archivbild

In Betrieb gehen soll das 180-Megawatt-Kraftwerk, das Strom und Dampf in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt, voraussichtlich im Jahr 2022. Evonik will seinen Ausstoß an klimaschädlichen CO2 so um bis zu eine Million Tonnen im Jahr senken. Die Anlage wird von Siemens gebaut und soll einen dreistelligen Millionenbetrag kosten.

Der Chemiepark Marl ist einer der größten Chemiestandorte in Deutschland. Etwa 10 000 Menschen sind dort beschäftigt. Für die Produktion ist neben dem Strom auch die Dampferzeugung wichtig. Das neue Kraftwerk kann nach Angaben von Evonik auch einen Beitrag leisten, schwankende Einspeisung aus erneuerbaren Energien ins Stromnetz auszugleichen.

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