Es gibt wieder Sonderzüge zum BVB – aber noch nicht auf allen Strecken

dzFußball-Sonderzüge in Schwerte

Sogar einen Partyzug-Betreiber hat der Nahverkehr Westfalen-Lippe angeheuert, um BVB-Fans wieder zum Stadion zu befördern. Für die Schwerter soll zumindest die Rückfahrt leichter werden.

Schwerte

, 23.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt sie wieder. „Fußballsonderzüge zum Bundesligaspiel am 24. Januar Borussia Dortmund – 1. FC Köln“ verkündete der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) am Donnerstag über eine Pressemitteilung. Erst auf den zweiten Blick folgte die kalte Dusche für die Schwerter BVB-Fans: Die Regionalbahn 53 Iserlohn–Schwerte–Dortmund fehlt in der Liste für die Sonderzüge.

Sonderzüge für die RB 53 sind „händeringend“ wieder vorgesehen

„Es sind noch nicht alle, die wir gerne hätten. Die Regionalbahn 53 fehlt noch“, bestätigt NWL-Pressesprecher Uli Beele – genauso wie die Regionalbahn 52 Lüdenscheid–Hagen–Dortmund. Grund dafür seien die „bekannten Probleme beim Betrieb des Sauerlandnetzes“, wo die Deutsche Bahn mit den Pannenzügen aus polnischer Produktion zu kämpfen hat. Außerdem gebe es Personalmangel. Doch Beele kann beruhigen: Natürlich sei es „händeringend“ wieder vorgesehen, die Sonderzüge auch auf die Regionalbahn (RB) 53 zurückzubringen. Dafür kämpft der Schwerter Heinz-Jürgen Guttschick mit einer Briefkampagne, die bis zu Bundeskanzlerin Angela Merkel und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ging.

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„Wir hoffen mit jedem Heimspiel, dass wir wieder vollständig werden“, sagt Uli Beele. Dazu sei man in ständigem Kontakt mit den Vertragsunternehmen, die die Züge betreiben. Für die Verbindung von Hamm/Unna zum BVB-Stadion hat der NWL sogar Rollmaterial der Firma Train Rental International (TRI) gechartert, die sonst auf Feierzüge spezialisiert sei. Ob Waggons anderer Bahnunternehmen auch eine Alternative für die RB 53 wären? Das sei von verschiedenen Faktoren abhängig, so Beele. Unter anderem müsse geprüft werden, ob das Personal streckenkundig sei. Und die Firmen müssen über Dieselzüge verfügen, weil es keinen Fahrdraht gibt.

Regelzüge fahren zur Zeit der Rückreise zumindest im Doppelpack

Als im Dezember alle Sonderzüge gestrichen waren, hatte der NWL nach Worten seines Sprechers ein großes Chaos befürchtet, wenn alle Fans in die vebliebenen regulären Züge einsteigen mussten. Doch die Situation sei dann doch nicht ganz so schlimm gewesen. Um mehr Plätze zu schaffen, sollen nach dem Köln-Spiel die fahrplanmäßigen Züge auf der RB 53 zumindest verstärkt werden. In einer Zeitspanne nach dem Abpfiff sollen die Triebwagen laut Uli Beele im Doppelpack verkehren.

NWL kann nur von Spieltag zu Spieltag planen

Für die Fußball-Sonderzüge aus allen Richtungen gilt: Sie sind erstmal nur für den 24. Januar sicher. Wegen der schwierigen Lage bei den Betreibern müsse man sie von Spieltag zu Spieltag neu organisieren, so der NWL-Sprecher. Aber er ist guter Hoffnung. Der Streik bei der Eurobahn sei beendet und bei DB Regio zeige die Tendenz in Richtung steigender Verlässlichkeit.

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