„Es gibt immer Idioten“: Böllerwurf überschattet Rhein-Derby

Die befürchteten Groß-Krawalle waren ausgeblieben, dennoch sprachen nach dem 122. Rhein-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (0:1) alle über einen schlimmen Zwischenfall abseits des Spielfeldes. Genauer gesagt rund einen Meter Luftlinie daneben. „Das war völlig überflüssig. Das braucht kein Mensch“, schimpfte Kölns Trainer Achim Beierlorzer im ZDF-„Sportstudio“ über jenen Zwischenfall in der 86. Minute.

15.09.2019, 11:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als der laute Böller aus dem Kölner Block kurz hinter dem Tor explodierte, waren Beierlorzer und die meisten der 50 000 Zuschauer zusammengeschreckt. Zwölf Personen, unter ihnen Ordner und Fotografen, wurden mit Verdacht auf Knalltraumata ins Krankenhaus gebracht. „So ein Zwischenfall ist schade, weil ein Fußball-Spiel eigentlich Freude bringen soll“, sagte Kölns Kapitän Jonas Hector. Gladbachs Ex-Weltmeister Christoph Kramer sagte: „99,99 Prozent freuen sich auf so ein Spiel. Aber es gibt immer solche Idioten.“

Verärgerte Fotografen forderten vom FC eine „lückenlose Aufklärung“. Diese könnte erstaunlich schnell gehen. Denn dank Videoaufnahmen konnte ein 35-jähriger Kölner schnell als mutmaßlicher Täter identifiziert werden, er wurde noch im Zuschauerblock festgenommen, am Sonntag aber laut Polizei wieder freigelassen. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

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