Erzbistum Köln nimmt mehr Kirchensteuer ein

Das Erzbistum Köln hat im vergangenen Jahr trotz sinkender Mitgliederzahlen mehr Kirchensteuer eingenommen. Aufgrund der guten Konjunktur und Beschäftigungslage seien die Erträge 2018 um 2,3 Prozent auf 670 Millionen Euro gestiegen, teilte das größte deutsche Bistum am Donnerstag mit. Gleichzeitig seien aber auch die Aufwendungen deutlich gestiegen, nämlich um knapp drei Prozent. Der Überschuss sank auf 22,6 Millionen Euro. „In den vergangenen Jahren sind unsere Aufwendungen deutlich schneller gestiegen als die Erträge“, sagte Finanzdirektor Gordon Sobbeck. „Hier müssen wir gegensteuern.“

19.09.2019, 14:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erzbistum Köln nimmt mehr Kirchensteuer ein

Der Kölner Dom bei Nacht. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Das Recherchenetzwerk „Correctiv“ hatte in diesem Jahr gegen das Erzbistum geklagt, weil es wissen wollte, in welche Aktien es sein Geld investiert und ob darunter etwa Kohle-, Öl- oder Gasunternehmen sind. Das Verwaltungsgericht Köln entschied aber, dass die Kirche der Presse keine Auskunft über die Verwendung von Kirchensteuermitteln geben müsse. Das Erzbistum betont, es gebe bereits jetzt „volle Transparenz“ darüber, wofür die Steuergelder verwendet würden. Das Vermögen werde nach christlichen Wertvorstellungen angelegt. Es beläuft sich nach Angaben des Erzbistums auf etwa 3,5 Milliarden Euro.

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