Erst 25 Ausnahmegenehmigungen für Düsseldorfer Umweltspur

Zum Wochenstart fürchten Pendler erneute Staus, wenn sie nach Düsseldorf wollen: Die Umweltspuren, die die Stadt eingerichtet hat, bremsen den Verkehr aus. Manch einer träumt vermutlich von einer Ausnahmegenehmigung, um die Spuren benutzen zu dürfen. Beantragt hat sie seit April kaum jemand.

03.11.2019, 10:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erst 25 Ausnahmegenehmigungen für Düsseldorfer Umweltspur

Ein Leichenwagen fährt auf der Umweltspur. Foto: David Young/dpa/Archivbild

Die Zahl der Anträge für das Befahren der Düsseldorfer Umweltspuren hält sich laut dem zuständigen Amt für Verkehrsmanagement in Grenzen. Wie die Verwaltung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wurden bislang lediglich 25 Ausnahmegenehmigungen zum Befahren der Umweltspur angefragt und erteilt. In allen Fällen ging es laut Stadt um Elektrofahrzeuge, die kein entsprechendes Kennzeichen haben - und dadurch formal die Sonderfahrbahnen nicht benutzen dürfen.

Wie ein Sprecher sagte, wurden zwölf Ausnahmegenehmigungen für Elektro-Autos „ohne E-Kennzeichen, bei denen aber die sonstigen Voraussetzungen vorliegen“ erteilt. Außerdem seien 13 Ausnahmegenehmigungen für E-Roller erteilt worden. Elektrische Motorroller haben kein „E“ im Kennzeichen. Die beiden ersten Umweltspuren wurden im April in Düsseldorf eingeführt. Im Oktober kam eine dritte hinzu.

Vergangene Woche hatte Düsseldorfs größter Bestattungsunternehmer Ausnahmegenehmigungen für Leichenwagen gefordert. Claus Frankenheim verwies unter anderem auf den besonderen Zeitdruck im Trauerfall sowie die Situation an heißen Tagen. Daher könnten es sich seine Mitarbeiter nicht erlauben, im Stau neben den Umweltspuren zu stehen. Ein Stadtsprecher hatte vergangenen Freitag der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass es keine Ausnahmegenehmigung für Bestatter geben werde.

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