Ermittlungen nach Verdacht der Freiheitsberaubung

In einer zehnstündigen Aktion haben Ermittler in einer Behinderteneinrichtung in Bad Oeynhausen Hinweise auf illegale Fixierungen von Bewohnern gesucht. Wegen des Anfangsverdachts der Freiheitsberaubung von Patienten ermitteln Polizisten gegen einen Teilbereichsleiter der Einrichtung. Beamte hätten am Dienstag bis in den späten Abend hinein große Datenmengen sowohl in Papierform als auch in Form von elektronischen Speichern sichergestellt, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen. Die Beamten seien mit Rücksicht auf die Patienten behutsam vorgegangen. Die Staatsanwaltschaft geht von einem längeren Verfahren aus.

02.10.2019, 13:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ermittlungen nach Verdacht der Freiheitsberaubung

Das Blaulicht eines Polizei-Einsatzfahrzeuges leuchtet. Foto: Marcus Führer/dpa

Die Ermittler gehen Hinweisen von Angehörigen und einer Strafanzeige nach. Es gehe darum, ob Bewohner ohne richterlichen Beschluss im Zimmer eingeschlossen und fixiert worden seien, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitgeteilt. Der Teilbereichsleiter, gegen den sich der Anfangsverdacht richte, lässt sich laut Polizei anwaltlich vertreten. Die Einrichtung sicherte den Behörden ihre volle Unterstützung zu. „Wir sind an einer vorbehaltlosen Aufklärung im hohen Maße interessiert“, hieß es in einer Stellungnahme des Sozialunternehmens Diakonische Stiftung Wittekindshof.

Zu möglichen arbeitsrechtlichen Konsequenzen für den Teilbereichsleiter wollte sich der Vorstand der Stiftung mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern.

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