Ermittlungen gegen mutmaßliche Schleuser: Drei Festnahmen

Die Bundespolizei hat am Dienstag drei mutmaßliche Mitglieder einer Schleuserbande festgenommen. Am Morgen hätten 130 Beamte insgesamt sechs Wohnungen und Objekte in Köln, Wiesbaden und Düsseldorf durchsucht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main ermittelte den Angaben zufolge bereits seit einem Jahr unter Federführung der Staatsanwaltschaft Köln gegen die Gruppe.

27.11.2018, 16:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Insgesamt sechs Hauptverdächtige im Alter zwischen 28 und 42 Jahren sollen eine noch nicht genau bekannte Zahl von Iranern eingeschleust und ihnen falsche Ausweise verschafft haben. Unter Berufung auf Zeugenaussagen hieß es, die mutmaßlichen Menschenschmuggler hätten zwischen 8000 und 18 500 Euro pro Schleusung erhalten und sich Einnahmen im Millionenbereich verschafft.

Die Verdächtigen sollen offen über eine Facebook-Seite ihre Dienste angeboten haben. Dort hätten sie versprochen, „in kürzester Zeit, sicher und garantiert“ Visa für die Schengener Staaten beschaffen zu können. Zum Dienstleistungsangebot soll auch die Unterstützung bei der Organisation des Aufenthaltes in Deutschland sowie bei der Stellung eines Asylantrags gehört haben.

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