Erfolg für City-Ring: Verwaltung in Lünen prüft ein neues Stadtmarketing

dzStadtmarketing

Die Kaufleute hatten sich für eine neue Stadtmarketing-Agentur stark gemacht. Der Haupt- und Finanzausschuss folgte einstimmig dieser Position, hatte allerdings Probleme mit dem Namen.

Lünen

, 09.12.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt in Lünen viele Vereine und Institutionen, die jeder für sich positive Akzente setzen. Doch weder findet eine Absprache untereinander statt, noch erhielten die Protagonisten Hilfe, wenn es zum Beispiel um die Beantragung von Fördergeldern geht - so die Sichtweise des City-Rings.

Entsprechend hat die Aktionsgemeinschaft einen Bürgerantrag formuliert: Die Verwaltung solle die Einrichtung einer Stadtmarketing-Agentur nach Vorbild der Nachbarstädte wie Hamm oder Lüdinghausen prüfen. Und zwar ergebnisoffen, ohne zunächst den finanziellen Aufwand zu betrachten.

Diesen Antrag hatten die Kaufleute bereits dem Ältestenrat präsentiert - nun stand er auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses, der den Prüfauftrag in eigener Zuständigkeit beschließen konnte. Es bedarf also keiner Zustimmung durch den Stadtrat.

„Unterschiedliche Größen betrachten“

Grundsätzlich konnten sich alle Politiker mit dem Antrag anfreunden, wobei die Fraktionen gleichzeitig auf die Bremse traten: „Wir sollten die Stadtmarketing-Frage nach und nach entwickeln, denn in vielen Fällen muss schließlich das Rad nicht neu erfunden werden“, sagte beispielsweise Arno Feller (CDU).

Die Vorberatungen hätten bereits gezeigt, dass man die unterschiedlichen Größen der beteiligten Vereine im Blick behalten sollte: „Große Vereine haben wenig Probleme, auch wenn es um Fördergelder geht“, so Feller.

Prof. Johannes Hofnagel (GFL) störte sich an dem Begriff „Agentur“, den der City-Ring in seinem Antrag nutzte. „Eine Agentur würde ja eine eigenständige Einheit bedeuten, die alles selber macht.“ Man müsse jedoch auch überlegen, welche Dinge man selbst erledigen könne. „Und es gibt Schnittmengen zum Beispiel mit dem Kulturbereich. Wir sollten daher eher überlegen, Kulturmanagement und Stadtmarketing zu optimieren.“ Einen entsprechenden Antrag hatte die GFL für die Haushaltsberatungen gestellt.

Ergebnisoffener Prozess

Dr. Roland Giller (FDP) empfahl, die Wirtschaftsförderung mit einzubeziehen, und war im Gegensatz zur GFL durchaus der Meinung, dass das neue Stadtmarketing eine eigene Institution außerhalb der Verwaltung sein sollte: „Nur so ist gewährleistet, dass man einen Blick von außen hat und auch wirklich alle Kräfte mit einbezogen werden.“

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns erinnerte die Politiker daran, dass es sich bei dem Antrag um einen ergebnisoffenen Prüfauftrag handelt: „Wir gehen davon aus, dass wir für diese Prüfung eine Außenbetrachtung brauchen, gerade weil so viele Institutionen und Abteilungen beteiligt sind.“ Der City-Ring frage nach einem Konzept, das dann beraten werden soll. „Dieses Konzept kann perspektivisch ab 2021 umgesetzt werden.“

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