Erfolg an der größten Schützenscheibe der Welt - Neuer König regierte Holzen schon einmal

Schützenfest 2019

Zum 175. Vereinsjubiläum stellte der Schützenverein Holzen am Samstag einen neuen Weltrekord auf. Die Bilanz des Vorsitzenden vom Festwochenende fällt dennoch durchwachsen aus.

von Maximilian Stascheit

Holzen

, 16.09.2019, 12:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erfolg an der größten Schützenscheibe der Welt - Neuer König regierte Holzen schon einmal

Das Gut Steinhausen, Holzens ältestes Haus, ziert die mit einem Durchmesser von 6,10 Metern größte Schützenscheibe der Welt. © Bernd Paulitschke

Von offizieller Stelle vermessen wurde die Schützenscheibe in Holzen noch nicht. Doch Dirk Hanné ist sich sicher, dass sein Verein hiermit am Samstag einen neuen Weltrekord aufgestellt hat.

Mit einem Durchmesser von 6,10 Metern ist die Scheibe, die von dem sagenumworbenen Gut Steinhausen – dem ältesten Haus des Ortsteils – verziert wird, die größte der Welt. Und zum Jubiläumsschießen anlässlich des 175-jährigen Vereinsbestehens waren es nicht nur die Mitglieder aus den eigenen Reihen, die ihre Treffsicherheit unter Beweis stellten.

„Diesmal war bei uns alles anders als sonst“, erklärt Dirk Hanné den Ablauf des Schießens. Bevor der neue Vereinsregent mit dem Vogelschießen ermittelt wurde, konnte jeder sein Glück beim Erschießen der Insignien versuchen. Mit einem Lichtgewehr zielten die Schützen ähnlich wie beim Biathlon auf fünf runde Scheiben, die vor der imposanten Scheibe aufgebaut waren.

Für jeden Treffer wurde ein Golfball in die Waagschale einer zwei Meter hohen Justitia gelegt, in deren zweiter Schale kleine Präsente lagen. Das Umkippen der Waage brachte schließlich die Insignien des Federviehs zu Fall.

Erfolg an der größten Schützenscheibe der Welt - Neuer König regierte Holzen schon einmal

Dirk Hanné (vorne), Vorsitzender des Schützenvereins, hatte die neue Schützenscheibe in Eigenarbeit gebaut. © Bernd Paulitschke

Neuer König regiert den Verein bereits zum zweiten Mal

Erster erfolgreicher Schütze war dabei Bodo Sartor, der mit dem 30. Treffer die Krone ergatterte. Im weiteren Verlauf sicherten sich Klaus Dorsch den Reichsapfel, Dirk Hanné erlange das Zepter, Anton Juroschnik von den Bürgerschützen brachte den rechten Flügel zu Fall und Claudia Flassig den linken.

Beim anschließenden Königsschießen war es dann noch einmal Klaus Dorsch, der das beste Zielwasser getrunken und das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite hatte. Mit dem 84. Schuss holte er den Vogel um 19.35 Uhr von der Stange und entschied das Duell gegen Claudia Flassig, Klaus Rademann und Lenny Herger für sich. Ein weiterer Aspirant war kurzfristig aus der Reihe der Schützen zurückgetreten, nachdem er festgestellt hatte, dass er bei der Krönungsfeier am kommenden Samstag keine Zeit hat.

Der neue König kann bereits auf Erfahrung als König zurückgreifen, regierte er den Verein doch bereits von 1985 bis 1988. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Ute hat er die Königswürde nun bis zum nächsten Schützenfest in zwei oder drei Jahren inne.

Vorsitzender enttäuscht über geringe Besucheranzahl

Getrübt wird die Bilanz des Festes durch den Vorsitzenden allerdings durch die Resonanz der Bevölkerung, die sich in deutlich geringerer Zahl auf dem Festplatz einfand als erhofft.

„Wenn in Dortmund der BVB spielt und in Schwerte Pannekaukenfest ist, haben die Leute halt andere Prioritäten“, so Hanné. Wegen der Rücksichtnahme auf die Feste anderer Vereine und sowie der Ferienzeit habe man bei der Festlegung des Termins jedoch keine andere Wahl gehabt.

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