Eon will bei Tochter viele Stellen streichen

Der größte deutsche Stromversorger Eon will in Großbritannien in erheblichem Umfang Arbeitsplätze streichen. Es geht um einen Großteil der derzeit 5800 Stellen bei der neuen Tochter NPower, wie Eon-Chef Johannes Teyssen am Freitag bei der Vorlage der Quartalszahlen sagte. Eon plant im Vereinigten Königreich eine Neuordnung seines Vertriebs, um dort aus den Verlusten herauszukommen. Das Management wolle „notwendige Maßnahmen ergreifen, um das Geschäft nachhaltig wieder in die Gewinnzone zu führen“, erklärte Teyssen.

29.11.2019, 10:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eon will bei Tochter viele Stellen streichen

Das Logo des Energiekonzerns Eon an der Konzernzentrale. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Außer dem eigenen britischen Vertriebsgeschäft hat der Konzern nach der Innogy-Übernahme deren Tochter NPower dazubekommen. Diese befinde sich in einer „kritischen und untragbaren wirtschaftlichen Situation“, teilte Innogy am Freitag kurz nach der Bekanntgabe der Zahlen von Eon mit. Auch für Eon läuft es in Großbritannien schon länger schlecht. Insgesamt 400 000 Kunden hatte der Konzern dort in den ersten sechs Monaten des Jahres verloren.

Eon will die Haushalts- und kleineren Gewerbekunden von NPower künftig über Eon UK auf einer gemeinsamen Plattform betreuen. Außerdem wolle man in Großbritannien weiter die Kosten senken, hieß es. Eon wolle insgeamt in Großbritannien bis 2022 ein deutlich positives Ergebnis erreichen.

Der Eon-Konzern erzielte in den ersten neun Monaten ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 2,2 Milliarden Euro einen bereinigten Überschuss von 1,2 Milliarden Euro. Der Umsatz lag bei 23,6 Milliarden Euro.

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