Eon kündigt Zwangsabfindung der Innogy-Aktionäre an

Der Energiekonzern Eon bereitet die Integration der RWE-Tochter Innogy vor. Sobald die EU-Kommission den Deal zwischen den beiden Stromriesen freigegeben habe, werde Eon die Zwangsabfindung der übrigen Innogy-Aktionäre in die Wege leiten, teilte Eon am Mittwochabend mit.

04.09.2019, 19:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eon kündigt Zwangsabfindung der Innogy-Aktionäre an

Das Logo an der Fassade der Zentrale des Energiekonzerns Eon wird gereinigt. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Der Schritt ermögliche es, „die in den letzten Monaten mit Innogy gemeinsam erarbeiteten Integrationspläne so schnell wie möglich umzusetzen“, hieß es weiter. Eon werde durch den Deal bald 90 Prozent der Innogy-Aktien halten und erfülle damit die Voraussetzung für die Zwangsabfindung („Squeeze-Out“).

Ab dieser Schwelle können Unternehmen nach einer Übernahme die restlichen Kleinaktionäre zwangsweise abfinden und letztlich herausdrängen.

Eon will im Zuge des Milliarden-Tauschgeschäfts seine komplette Ökostromerzeugung an den bisherigen Konkurrenten RWE abgeben und im Gegenzug das Netz- und Vertriebsgeschäft der RWE-Tochter Innogy übernehmen.

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