Endspurt für den Fahrradklima-Test in Lünen

dzGroße Umfrage

Der ADFC Lünen erinnert an den großen Fahrradklimatest 2018. Noch bis Ende November können Radfahrer an der großen Umfrage teilnehmen und die Fahrradfreundlichkeit der Lippestadt bewerten.

Lünen

, 10.11.2018, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen Teilerfolg hat der ADFC Lünen bereits errungen: Mit 128 Teilnehmern hat die Lippestadt ihre Mindestzahl von 50 Personen deutlich überschritten. Diese Zahl entscheidet, ob die jeweilige Stadt überhaupt im Rahmen der Umfrage bewertet wird - und ob es somit belastbare Ergebnisse gibt, die „Verkehrsplanern und politisch Verantwortlichen lebensnahe Rückmeldungen zum Erfolg ihrer Radverkehrsförderung und nützliche Hinweise für Verbesserungen“ geben können, wie der ADFC Deutschland die Ziele des Klimatests beschreibt.

2016 gab es für Lünen nur eine 4

Der Fahrradklimatest findet 2018 zum achten Mal statt. Bei der vorangegangenen Ausgabe von 2016 landete Lünen in seiner Stadtgrößenklasse auf Rang 69 von 98 - nicht unbedingt eine gute Position. Als Schulnote verpasste der ADFC der Lippestadt im Fach „Fahrradfreundlichkeit“ eine 4,0 - wobei der Durchschnittswert in der Klasse „Stadt zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern“ bei 3,8 lag.

Die 117 Teilnehmer in 2016 bescheinigten Lünen eine gute Wegweisung für Radfahrer sowie eine gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums. Besonders schlecht schnitt die Lippestadt bei Ampelschaltungen, der Reinigung der Radwege und der Kontrolle von Falschparkern auf den Radwegen ab.

Für die aktuelle Ausgabe hofft der ADFC Lünen trotz der bereits erreichten Mindestteilnehmerzahl noch auf weitere Tester. „Je mehr Teilnehmer noch dazu kommen, um so größer die Aussagekraft“, sagt ADFC-Sprecher Reinhard Koch. Lünen habe sich im Ranking stets nach unten entwickelt, es bleibe abzuwarten, wie es diesmal ausgeht. „Die Einstellung der Verwaltung und Politiker ist grundsätzlich positiv, nur an der Umsetzung scheitert es“, so Koch.

„Kurz vor Zwölf“

Die Uhren stünden in Lünen auf „kurz vor Zwölf“, wie der ADFC-Sprecher sagt: „Die Aggressivität der Verkehrsteilnehmer untereinander steigert sich dramatisch.“ Schon 2016 waren Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern als großes Ärgernis beim Fahrradklimatest ausgemacht worden. Doch es gibt auch Positives, so Koch: „Die Radstation am Hauptbahnhof ist schon ein tolles Aushängeschild. Die Abstellvorrichtungen in der Innenstadt sind deutlich gestiegen und die Markierungen sind erneuert worden.“

Spannend bleibt die Frage, ob die anderen Radfahrer das ähnlich sehen. Noch bis zum 30. November können sie mitmachen: www.fahrradklima-test.de

Die Ergebnisse der vorangegangenen Klimatests sind ebenfalls auf der Homepage abrufbar.
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