Ende 2018 bekam jeder Neunte Geld vom Staat in NRW

In Nordrhein-Westfalen haben Ende 2018 zwei Millionen Menschen eine Mindestsicherung erhalten, etwa vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt NRW am Montag mitteilte, war zum Jahresende jeder Neunte auf Geld vom Staat angewiesen.

29.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Die größte Empfängergruppe der erwerbsfähigen Arbeitslosen und ihrer Angehörigen, die eine Grundsicherung im Hartz-IV-System bekamen, schrumpfte erstmals seit 2011 - auf rund 1,6 Millionen Menschen. Mögliche Gründe dafür sind laut NRW-Sozialministerium die gute wirtschaftliche Lage sowie die flächendeckende Einführung des Mindestlohns 2018.

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nahm hingegen weiter zu und stieg laut Statistik auf gut 280 000 Menschen. Die Zahl der Asylbewerber, die 2018 Mindestsicherung erhielten, sank um fast 20 Prozent auf knapp 100 000 Menschen. Den höchsten Anteil an Grundsicherungsempfängern hatte Gelsenkirchen, wo 22,3 Prozent der Bevölkerung Leistungen erhielten. Die niedrigste Quote aller 396 Städte und Gemeinden des Landes wies die Gemeinde Schöppingen im Kreis Borken mit 2,7 Prozent auf.

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