Einwände gegen BASF-Vorschlag neuer Staustufen im Rhein

Der Vorschlag des Chemieriesen BASF, künftiges Niedrigwasser des Rheins mit neuen Staustufen zu verhindern, stößt bei Experten und Naturschützern auf große Skepsis. „Das wäre ein ungeheuer aufwendiges Jahrhundertprojekt“, sagte der Vizechef des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Bingen, Florian Krekel, der Deutschen Presse-Agentur. Im Mittelrheintal wäre eine ganze Serie von Staustufen und Schleusen nötig. Die Schiffe würden damit verlangsamt, die Tierwelt und die Pflanzenarten verändert. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sprach von „reinem Aktionismus“ - das Projekt wäre heutzutage nicht zu finanzieren und planungsrechtlich nicht umzusetzen.

01.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Einwände gegen BASF-Vorschlag neuer Staustufen im Rhein

Durch eine geöffnete Schleuse fließt Wasser des Rheins in einen Polder. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Im gegenwärtigen historischen Niedrigwasser der bedeutendsten Wasserstraße Europas können Frachtschiffe nicht mehr voll laden, die BASF mit Stammsitz in Ludwigshafen bekommt nicht mehr alle Rohstoffe. BASF-Chef Martin Brudermüller hatte daher kürzlich dem „Tagesspiegel“ gesagt: „Wenn weniger Wasser reinfließt, darf eben auch nur weniger rausfließen. Dafür wären dann Schleusen und Stauwerke erforderlich.“ Bislang ist der Rhein nur im Süden bis zum baden-württembergischen Iffezheim mit Staustufen geregelt. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz bekräftigte jüngst mit Blick auf das Niedrigwasser trotz neuen Regens: „Eine umfassende Besserung würde mehrmonatigen und flächendeckenden Niederschlag erfordern.“

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