Polizei: Gasflaschen könnten Explosion ausgelöst haben

Trümmerteile auf der Straße, abgerissene Jalousien und ein unbewohnbares Wohnhaus: Eine Explosion in Oer-Erkenschwick hat massiven Schaden angerichtet. Am Tag danach hat die Polizei einen ersten Ansatz, was zur Detonation geführt haben könnte.

18.12.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Explosion in einem Wohnhaus in Oer-Erkenschwick im Ruhrgebiet könnte von Gasflaschen im Keller ausgegangen sein. „Es ist nicht auszuschließen, dass eine davon explodiert ist“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Was genau passiert sei und was die Detonation letztlich ausgelöst habe, sei aber Gegenstand weiterer Ermittlungen. Einsatzkräfte hatten sich am Mittwoch ein erstes Bild der Lage gemacht. Das Haus gilt als einsturzgefährdet und vorerst unbewohnbar. Es war noch bis tief in Nacht von Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks gesichert worden.

Am Dienstagnachmittag hatte eine heftige Explosion das Mehrfamilienhaus erschüttert. Trümmerteile verteilten sich auf der Straße. Verletzt wurde niemand. Die Bewohner der besonders betroffenen Erdgeschosswohnung waren laut Polizei zum Zeitpunkt der Detonation im Urlaub.

Fünf Bewohner aus dem ersten und zweiten Geschoss des Hauses waren von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht worden oder konnten das Gebäude selbst verlassen. Von ihnen wurden vier zur Vorsicht in ein Krankenhaus gebracht, darunter zwei Kinder, wie der Feuerwehrsprecher sagte. Sie alle hätten die Klinik aber am Mittwoch unverletzt verlassen.

Auch umliegende Häuser waren geräumt worden. Mehrere Dutzend Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen und wurden zwischenzeitlich in einem Linienbus untergebracht. Andere kamen bei Bekannten unter oder schliefen im Hotel. Am Mittwoch konnten die ersten Anwohner wieder zurück in ihre Wohnungen.

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