Einsatz gegen mutmaßliche Schleuserbande

Mehr als 180 Beamte der Bundespolizei sind in Engelskirchen im Oberbergischen Kreis gegen eine mutmaßliche Schleuserbande vorgegangen. Bei dem Großeinsatz am Mittwochmorgen seien mehrere Gebäude und Geschäftsräume durchsucht und dabei über 30 Menschen vorläufig festgenommen worden, teilte die Bundespolizei mit.

14.11.2018, 17:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einsatz gegen mutmaßliche Schleuserbande

Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei. Foto: Jens Wolf/Archiv

Die Aktion richte sich gegen drei Männer im Alter von 28, 50 und 51 Jahren, gegen die bereits seit September 2017 ermittelt werde. Sie sollen Menschen aus Moldau und der Ukraine mit falschen Dokumenten nach Deutschland eingeschleust, auf Baustellen arbeiten gelassen und in Wohnungen untergebracht haben. Die Miete dafür wurde den Arbeitern laut Bundespolizei direkt vom Gehalt abgezogen, so dass ihnen weit weniger als der Mindestlohn gezahlt wurde. Die Ermittler beschlagnahmten am Mittwoch Stundenzettel und Abrechnungsnachweise als Beweismittel.

Bei den vorläufig Festgenommenen handelt es sich demnach um Arbeiter aus der Ukraine und Moldau. Zwölf von ihnen hätten sich unerlaubt im Land aufgehalten und seien der zuständigen Polizeidienststelle übergeben worden.

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