Eine Chronik des Scheiterns

Turmarkaden

Die Versuche, die Turmarkaden mit kommerziellem Leben zu füllen, sind alle gescheitert. Dass nun der angekündigte Abriss beginnt, weckt Hoffnungen.

23.07.2019, 15:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit dem Abriss der Turmarkaden geht ein ziemlich missglücktes Kapitel der Bergkamener Einzelhandels- und Städtebaugeschichte zu Ende. Der Gebäudekomplex wurde Anfang der 2000er Jahre anstelle der ursprünglichen Bergkamener City errichtet. Neben dem Hauptmieter Wal Mart, der eine Fläche von rund 8000 Quadratmeter in Anspruch nahm, siedelten sich verschiedene Geschäfte an. Der Abstieg begann, als sich Wal Mart 2006 aus Deutschland zurückzog. Die Geschäfte gingen immer schlechter, bis große Teile der Flächen leerstanden. Anfang 2012 kaufte das Frankfurter Unternehmen Charterhaus die Immobilie und kündigte an, ein Einkaufszentrum mit dem Namen „Berggalerie“ zu schaffen. Um ein besseres Umfeld dafür zu schaffen, kaufte Charterhaus auch den seit Jahren leerstehenden Wohnturm neben den Turmarkaden und ließ ihn 2014 abreißen. Nach dem Tod der Charterhaus-Geschäftsführerin geriert das Projekt 2015 allerdings in Stocken. 2017 übernahm die „List Retail Development“ die Turmarkaden, gab seine Versuche, das Zentrum zu vermarkten, Anfang 2018 wieder auf. Im Frühjahr 2018 kaufte dann die Interra AG aus Düsseldorf den Gebäudekomplex. Das Unternehmen plante zunächst, die Turmarkaden zu einem neuen Einkaufszentrum umzugestalten. Dann entschloss sich die Interra, die Turmarkaden komplett abzureißen und ein neues Gebäude zu errichten. Zumindest der Abriss hat jetzt begonnen.

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