Ein soziales Pflichtjahr käme allen zugute

dzMeinung am Mittwoch

In „Meinung am Mittwoch“ schreiben Gastautoren über Themen schreiben, die ihnen wichtig sind. Heute dankt Jochen Otto allen Ehrenamtlichen und spricht sich für ein soziales Pflichtjahr aus.

von Jochen Otto

Lünen

, 19.12.2018 / Lesedauer: 3 min

In fünf Tagen ist „Heiligabend“ - in diesen teils unheiligen Zeiten. Und ein „Oh du fröhliche - oh du selige...“ wird durch die Weihnachtsnacht klingen. Oft begleitet von einem Übermaß an Dingen und Geschenken.

An Weihnachten auch an andere denken

Ich wünsche mir, wir denken unterm Weihnachtsbaum einen Moment auch an diejenigen, welche diese Zeit auf der Straße, unter Brücken und am Rande unserer Gesellschaft verbringen; an andere, die Gewalt erleben, sei es in der Familie oder auf der Flucht, die zu Unrecht hinter Gefängnismauern sitzen oder die durch Katastrophen Hab und Gut verloren haben. Denken wir an Menschen, die einsam sind oder die trotz allen gesellschaftlichen Reichtums unterhalb der Armutsgrenze leben und auf einen reich gedeckten Tisch verzichten müssen.

Ehrenamtliche bringen sich ein

Daneben sollten wir am Jahresende aber auch einfach mal Danke sagen. Vor allem denjenigen, die mit ehrenamtlichem Engagement diese Gesellschaft zusammen halten, die anderen etwas geben, und dabei selbst etwas für sich etwas mitnehmen an Glück und Zufriedenheit. Ich denke da an Menschen, die sich als Trainer/in in Sportvereinen, als Kranken- oder Sterbebegleiter, als freiwillige Helfer bei der Feuerwehr, im Umweltschutz oder als Aktive in diversen Fördervereinen unserer Stadt einsetzen.

Manches bliebe ohne Engagement auf der Strecke

Die Bücherei, das Theater, die Musikschule, das gesamte kulturelle Leben ist ohne dieses Engagement nicht denkbar. Und auch der Südpark und in Zukunft der Volkspark in Brambauer wären nicht so gepflegt ohne freiwilligen Einsatz der Bürger. Vergessen wir auch nicht die Kümmerer um Flüchtlinge, die Streiter gegen globale Armut und unsere Mitbürger, denen die Heimatpflege besonders am Herzen liegt. In der Kinder-, Jugend- und Altenarbeit bliebe ohne Ehrenamtler ebenfalls manches auf der Strecke. Ich hätte ehrlich gesagt auch nichts dagegen, wenn junge Menschen verpflichtend ein soziales oder ökologisches Jahr absolvieren müssten. Ich glaube, dieser Einsatz käme allen Beteiligten zugute.

Helfer machen unsere Stadt liebens- und lebenswert

Neben den oben erwähnten freiwillig Engagierten gibt es noch viele, die im privaten Umfeld denjenigen Hilfestellung geben, die es nötig haben. Auch ihnen gebührt unser Dank und unsere Anerkennung. Denn sie alle leisten etwas Tolles für ihre Mitmenschen und unsere Stadt und sie machen diese damit liebens- und lebenswert.

Mein Weihnachtswunsch: bleiben Sie bitte auch im nächsten Jahr aktiv und engagiert, zum Wohle ihrer Mitmenschen und unserer Stadt

Ihnen allen wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2019.

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