Tödlicher Kohlenmonoxid-Zwischenfall: Ursache weiter unklar

Ein Mann liegt leblos im Bad, eine Angehörige glaubt an einen internistischen Vorfall. Tatsächlich lag es wohl an Kohlenmonoxid - der Mann stirbt, drei weitere Menschen müssen ins Krankenhaus.

29.11.2019, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach einem Zwischenfall mit Kohlenmonoxid in Ratingen bei Düsseldorf mit einem Toten ist die Ursache weiter unklar. Nach Angaben der Polizei hatten Zeugen den 57-jährigen Mann am Donnerstagabend leblos im Badezimmer gefunden. Als die herbeigerufenen Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, schlugen plötzlich die CO-Messgeräte der Rettungsdienstler Alarm, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Die Polizei sagte am Freitagvormittag auf Nachfrage, dass die Ermittlungen noch laufen.

Eine Angehörige des 57-Jährigen hatte zunächst an einen internistischen Notfall geglaubt, als sie den Mann gegen 19.32 Uhr leblos im Bad gefunden hatten. Sie riefen den Rettungsdienst. Die CO-Warner der Helfer schlugen schon im Treppenhaus Alarm, Notärztin und Helfer zogen sich daher wieder zurück und riefen die Feuerwehr. Unter Atemschutz drehten die Einsatzkräfte das Gas ab und belüfteten alle Räume. Als die Notärztin nun den Mann im Bad untersuchen konnte, war er bereits tot.

Drei weitere Personen, darunter die zwei Zeugen, wurden nach Angaben der Polizei mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch fünf Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr wurden durch das Einatmen relativ hoher CO-Konzentrationen leicht verletzt und ambulant versorgt. Die Polizei sperrte den Fundort ab. Die Kripo übernahmen erste Ermittlungen und sicherte Spuren. Der Leichnam des 57-Jährigen soll obduziert werden.

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