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Der Restaurant-Check geht in die vierte Runde. Wir testen das traditionelle Restaurant Wienbrede. Zum ersten Mal nehmen wir in einem Biergarten Platz.

von Kirsten Voß

Werne

, 12.07.2018 / Lesedauer: 5 min

„Möchten Sie drinnen oder draußen sitzen?“, dies war die erste Frage nach dem Empfang der netten Bedienung, ein junger Mann mit Rauschebart. Das Gesicht ist mir bekannt, er arbeitet schon viele Jahre in der Wienbrede.

360-Grad-Foto: Der Speisenraum

An diesem Donnerstagabend ist Sommerwetter in Werne und meine Begleitung, eine Freundin mit Leidenschaft für gutes Essen, und ich entscheiden uns schnell für den gut besuchten Biergarten. Auch wenn dieser an der lauten Hauptstraße liegt, ist er durch hohe, blickdichte Hecken geschützt.

Das Restaurant an der Stockumer Straße 23 gibt es bereits seit dem Jahre 1956. Inhaber und gleichzeitig Chef der Küche ist Christoph Wördemann (47). Er machte seine Ausbildung im Hotel-Restaurant Baumhove. Nachdem er sich dort bis zum Chefkoch hocharbeitete, übernahm er 2004 die Wienbrede. In der Küche bildet er ein Duo mit Mathias Taubert (37), ebenfalls gelernter Koch

Das Essen im Restaurant Wienbrede

Nachdem wir die Hauptspeisen beim Kellner aufgegeben hatten, fiel uns unser Malheur auf: Wir hatten vergessen, die Vorspeise zu bestellen! Das klappte aber nachträglich problemlos und wir mussten auch nicht lange warten.

Ein Salat-Dressing zum Abheben im Restaurant Wienbrede

Das Bruschetta war auf dem Toast zum Teilen eher unpraktisch. © Kirsten Voß

Dem warmen Wetter entsprechend entschieden wir uns für eine leichte Vorspeise: Bruschetta mit Tomaten, Basilikum und Parmesan. Die Tomaten waren nicht wässrig, sondern reif und schön aromatisch. Was uns aber irritierte: weder der Rucola, noch die Zwiebeln waren in der Karte aufgeführt. Vom Basilikum war nichts zu sehen. Ein Versehen? Rucola passt meiner Meinung nach bei Bruschetta sowieso besser als Basilikum.

Ein Salat-Dressing zum Abheben im Restaurant Wienbrede

Der Vorspeisensalat mit selbstgemachtem French-Dressing. © Kirsten Voß

Die gesamte Masse war ansehnlich auf einem Toast angerichtet. Zum Teilen war es aber eher unpraktisch. Geröstete Baguette- oder Ciabattascheiben fänden wir da besser. Geschmacklich hat uns das Bruschetta überzeugt.

Ein Salat-Dressing zum Abheben im Restaurant Wienbrede

Das Hähnchenbrustfilet im Parmesan-Ei-Mantel auf Bandnudeln mit Tomatensauce. Das Gericht war rundum gelungen. © Kirsten Voß

Auch wenn die Wienbrede für ihre Schnitzel bekannt ist, entschieden wir uns beim Hauptgang für Fisch und Geflügel. Ich bestellte das Hähnchenbrustfilet im Parmesan-Ei-Mantel auf Bandnudeln mit Tomatensauce. Meine Freundin das gebratene Tunfischsteak mit Kräuterbutter, Röstkartoffeln und Salat. Sofort zählte uns die Bedienung die drei möglichen Dressingsorten für den Beilagensalat auf: Joghurt, French oder Öl-Essig. Wir entschieden uns für Joghurt und French.

Ein Salat-Dressing zum Abheben im Restaurant Wienbrede

Meine Begleitung wählte das gebratene Tunfischsteak mit Kräuterbutter, Röstkartoffeln und Salat. Auch bei diesem Gericht gab es nichts auszusetzen. © Kirsten Voß

Dann kam das optisch ansprechende Essen. Die selbstgemachten Salat-Dressings sind uns direkt positiv aufgefallen. Das Fleisch blieb unter dem Parmesan-Ei-Mantel schön saftig, bei den Nudeln handelte es sich um Frischware. Besonderer Pluspunkt: Die Tomatensauce empfand ich als angenehm fruchtig, sie hatte eine tolle Konsistenz. Es gab einfach nichts zu meckern! Ebenso bei meinem Gegenüber. Das gut gewürzte Tunfischsteak hatte wie die Hähnchenbrust den richtigen Garpunkt erreicht, um nicht trocken zu werden.

Zum krönenden Abschluss wählten wir das Schokoküchlein mit flüssigem Kern und Vanilleeis. Beim Öffnen des warmen, braunen Gebäcks lief der flüssige Kern auf den Teller. Für uns perfekt! In Kombination mit dem Eis und der Sahne eine runde Sache.

Die Getränke

Die Auswahl an Getränken ist groß, dennoch wirkt die Getränkekarte nicht überladen. Die Vielfalt an Bieren ist besonders positiv aufgefallen. Es gibt sogar Altbierbowle. Ein 0,3-Pils kostet 2,50 Euro, eine 0,3-Cola 2,60 Euro und eine 0,4-Saftschorle 3,30 Euro. Die Preise sind angemessen.

Die Preise

Eher mittelpreisig, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Das Hähnchenbrustfilet im Parmesan-Ei-Mantel kostete 15,90 Euro, das gebratene Tunfischsteak 17,90 Euro. Die Vorspeise in Form von Bruschetta ist nach den vier Suppen noch eine der günstigeren Kleinigkeiten für 6,50 Euro. Die Hauptgerichte liegen laut Speisekarte zwischen 8,90 und 25,90 Euro.

Die Atmosphäre

Für jeden Geschmack ist ein Platz zum Wohlfühlen dabei. Der Biergarten direkt vor dem Gebäude ist in Grüntönen gehalten, besonders die apfelgrünen Tischdecken fallen sofort ins Auge. Im Restaurant betritt man zuerst den Gaststätten-Bereich. Die Theke und ein paar Tische sind rustikal, aber auch traditionell.

Links grenzt das Kaminzimmer, also der Speisenraum, mit den meisten Sitzplätzen an. Es ist in modernem Stil mit Gemälden der Werner Künstlerin Elisabeth Kramer gehalten. Die Gaststätte verfügt über eine Kegelbahn.

Bei den Toiletten sind meine Begleitung und ich uns einig: Dort könnte man über eine Renovierung nachdenken. Diese wirkt älter und ist etwas zu eng. Uns beiden passiert unabhängig voneinander das Gleiche: Die Tür von der rechten Damentoilette (es gibt zwei Kabinen) stieß beim Verlassen gegen das Waschbecken im Vorraum. Pluspunkt: Die Toiletten sind sauber.

360-Grad-Foto: Der Biergarten

Der Service

Die Wienbrede legt sehr viel Wert auf ihre Stamm-Belegschaft. Und das merkt man absolut. Jeder weiß, was zu tun ist und jeder Handgriff sitzt. Der Kellner, der uns an diesem Abend bediente, ist schon viele Jahre in der Wienbrede beschäftigt und kennt seine Stammkundschaft.

Er schmiss das gut besuchte Lokal alleine und wirkte routiniert. Und dabei war er freundlich, zuvorkommend und hatte immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Im gut besuchten Biergarten hatte er die Gläser der Gäste gut im Blick und wir mussten nicht lange auf Nachschub warten.

Kinderfreundlichkeit

Kinder haben zwischen fünf Gerichten die Qual der Wahl. Während meines Aufenthalts war eine Familie mit jüngeren Kindern im Biergarten. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass der Biergarten mit einem circa hüfthohen Tor gesichert ist. So können kleine Kinder oder auch Hunde nicht auf die angrenzende Hauptstraße laufen.

„Bei Beaufsichtigung eines Erwachsenen dürfen Kinder zur Unterhaltung die Kegelbahn nutzen“, so Inhaber Christoph Wördemann. Wenn diese dann frei ist. Ansonsten gibt es Malbücher zur Beschäftigung.

Barrierefreiheit

In den Biergarten gelangt man ebenerdig. Für Rollstuhlfahrer sind die vielen kleinen Steine auf dem Boden des Biergartens eher ungeeignet. Der Weg zum Eingang führt allerdings über glatte Betonplatten. Um ins Restaurant zu kommen, muss man eine Stufe an der Eingangstür bewältigen. Innerhalb der Gastronomie ist dann wieder alles ebenerdig.

Mein Fazit

Es war für mich und meine Begleitung ein rundum gelungener Abend. Das Essen, die Bedienung und das Ambiente waren klasse. Das Restaurant ist für jedermann von Jung bis Alt geeignet. Die Gerichte haben meine Erwartungen übertroffen, wir kommen auf jeden Fall wieder in die Wienbrede.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Restaurant-Check Wienbrede Werne

Restaurant-Check in Werne: So sind Essen und Ambiente im Restaurant Wienbrede.
12.07.2018
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Inhaber Christoph Wördemann (l., 47) und sein Mit-Koch Mathias Taubert (37) bei den Vorbereitungsarbeiten.© Jörg Heckenkamp
Wie häufig in solchen Gaststätten, betritt der Kunde zunächst den Schänkenbereich. Der große Speisenraum zweigt dann links ab.© Jörg Heckenkamp
Das Haus verfügt über eine Kegelbahn.© Jörg Heckenkamp
Inhaber Christoph Wördemann (l., 47) und sein Mit-Koch Mathias Taubert (37) bei den Vorbereitungsarbeiten.© Jörg Heckenkamp
Blick in den in den Speisenraum des Restaurants Wienbrede.© Jörg Heckenkamp
Das Bruschetta war auf dem Toast zum Teilen eher unpraktisch.© Kirsten Voß
Blick in den in den Speisenraum des Restaurants Wienbrede.© Jörg Heckenkamp
Dienstags ist Burger-Tag. Die Wienbrede hat täglich geöffnet.© Jörg Heckenkamp
Christoph Wördemann führt seit 2004 das Restaurant, das an der Ecke Wienbrede/Stockumer Straße zu finden ist.© Jörg Heckenkamp
Überall im Restaurant finden sich Werke der Werner Künstlerin Elisabeth Kramer.© Jörg Heckenkamp
Der Vorspeisensalat mit selbstgemachten French-Dressing.© Kirsten Voß
Eine Hecke trennt den Biergarten von der stark befahrenen Stockumer Straße.© Jörg Heckenkamp
Blick in den in den Speisenraum des Restaurants Wienbrede.© Jörg Heckenkamp
Meine Begleitung wählte das gebratene Thunfischsteak mit Kräuterbutter, Röstkartoffeln und Salat. Auch bei diesem Gericht gab es nichts auszusetzen.© Kirsten Voß
Das Hähnchenbrustfilet im Parmesan-Ei-Mantel auf Bandnudeln mit Tomatensauce. Das Gericht war rundum gelungen.© Kirsten Voß
Das Schokoküchlein mit flüssigem Kern und Vanilleeis.© Kirsten Voß

Anfahrt/Parken

Es grenzt ein Parkplatz von ca. 4 bis 5 Stellplätzen direkt an der Hecke des Biergartens an der Straße „Wienbrede“. Auf dem Parkstreifen der Stockumer Straße gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten.

Was sagt das Netz zum Restaurant Wienbrede?

Bei Google bewerteten bisher 41 Personen die Wienbrede. Die Rezensionen fallen überwiegend positiv aus, somit kommt ein Durchschnittswert von 4,5 von 5 Sternen zustande.

Restaurant-Infos

Restaurant Wienbrede, Stockumer Straße 23, 59368 Werne, Tel. (02389) 3303,

E-Mail: info@wienbrede.de, Homepage: http://www.wienbrede.de

Öffnungszeiten:

Montag - Samstag 17 bis 23 Uhr

Sonntag 11.30 bis 14 Uhr und 17 bis 23 Uhr

Montags Schnitzel- und Fischtag

Dienstags Burgertag

Das sind die bisherigen Restaurant-Checks in Werne:
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