Ein Jahr nach Einsturz in Genua: „NRW-Brücken sind sicher“

Der Landesbetrieb Straßenbau hält ein Brückenunglück wie vor einem Jahr im italienischen Genua in Nordrhein-Westfalen für unwahrscheinlich. „Die Autobahnbrücken in Nordrhein-Westfalen sind sicher“, erklärte Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek am Mittwoch anlässlich des bevorstehenden Jahrestages am 14. August. In den vergangenen zwölf Monaten sei man aufgrund des Unglücks zwar sensibler geworden. Dennoch gelte: „Einen solchen Unfall wird es nach menschlichem Ermessen bei uns nicht geben.“ Vor einem Jahr war ein großer Abschnitt der viel befahrenen Morandi-Brücke in Genua eingestürzt, als es heftig geregnet hatte. 43 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Brücke war mehr als 50 Jahre alt.

07.08.2019, 18:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Jahr nach Einsturz in Genua: „NRW-Brücken sind sicher“

Fahrzeuge der Rettungskräfte stehen vor der 2018 teilweise eingestürzten Autobahnbrücke, Ponte Morandi. Foto: Luca Zennaro/ANSA/AP/Archivbild

Laut Straßen.NRW liegt das mittlere Alter von Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen in NRW bei 38, an Landesstraßen bei 42 Jahren. „Damit haben viele Brücken die Hälfte ihrer Nutzungsdauer erreicht, die auf 80 bis 100 Jahre angelegt ist“, hieß es. „Regelmäßige und vor allem systematische Überprüfungen aller Brückenbauwerke gehören bei Straßen.NRW deshalb längst zum Standard.“ So gebe es unter anderem alle sechs Jahre eine umfassende Hauptprüfung. Drei Jahre nach der Hauptprüfung folge eine intensive, erweiterte Sichtprüfung. Und auch in den Jahren ohne Prüfung kontrolliere Straßen.NRW die Bauwerke regelmäßig. Der Landesbetrieb ist nach eigenen Angaben für mehr als 10 000 Brücken zuständig.

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