Ein Drittel Umschlagrückgang: Darum war in den Lüner Binnenhäfen 2018 weniger los

Stadt- und Stummhafen

Ein Drittel weniger Güterumschlag an den Lüner Häfen - das hat das statistische Landesamt jetzt mitgeteilt. Die Zahlen klingen dramatisch, lassen sich aber einfach erklären.

Lünen

, 04.10.2018, 14:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Drittel Umschlagrückgang: Darum war in den Lüner Binnenhäfen 2018 weniger los

Der Stummhafen in Lünen. Hier kamen 2018 weniger Schiffe mit Kohle an. © Goldstein

Laut dem Landesamt IT NRW sind in den Lüner Binnenhäfen im ersten Halbjahr 2017 noch 1.549.000 Tonnen umgeschlagen - also verladen - worden. Im ersten Halbjahr 2018, also ein Jahr später, waren es nur noch 1.025.000 Tonnen und damit 33,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Weniger Kohle für die Kraftwerke

Der kleinere Teil des Rückgangs geht auf den Stadthafen zurück, eine Stadtwerke-Tochter. „Wir hatten rund 12 Prozent weniger Umschlag im ersten Halbjahr“, sagt Betriebsleiter Andreas Hüsing. Das liege daran, dass weniger Kohle für die Kraftwerke angekommen sei.

Er erwartet sogar, dass die Zahlen für das zweite Halbjahr noch schlechter werden. Der Grund: Der niedrige Wasserstand auf dem Rhein. Dorther kommen die meisten Schiffe. Je niedriger der Stand, desto weniger Schiffe kommen.

Normale und geplante Pause

Der größere Teil des Rückgangs geht auf den Stummhafen am Trianel-Kraftwerk zurück. Die Firma Microca schlägt dort die Kohle für das Kraftwerk direkt um. Der Anteil des Rückgangs dort betrage 35 Prozent. Auch dieser Rückgang hat seine Gründe: „Es gab dieses Jahr fünf Wochen Stillstand bei Trianel. Das ist ganz normal, in dieser Zeit wird aber keine Kohle verbraucht und auch nicht angeliefert“, sagt Jörg Matern, Geschäftsführer von Microca.

Im zweiten Halbjahr, sagt Matern, würde die Entwicklung genau anders herum verlaufen. Da gab es 2017 eine Pause im Kraftwerk. Dieses Jahr ist keine geplant.

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