Eifelkrimi-Autor Jacques Berndorf schreibt nicht mehr

Bestsellerautor Jacques Berndorf schreibt nicht mehr. „Es geht noch, aber nach 40 Büchern habe ich keine Lust mehr“, sagte der 82-Jährige in Dreis-Brück (Kreis Vulkaneifel) der Deutschen Presse-Agentur. „Jetzt ist gut.“ Vor 30 Jahren erschien Berndorfs erster Eifelkrimi „Eifel-Blues“. Es folgten weitere: Der Autor etablierte in den 1990er-Jahren das Genre des Regionalkrimis und wurde zum Auflagenmillionär. Am Sonntag (15. September) widmet das Krimifestival „Tatort Eifel“ dem Eifelkrimi einen eigenen Fest-Abend. Schauspieler Heinz Hoenig liest in Daun aus Berndorf-Klassikern.

14.09.2019, 09:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eifelkrimi-Autor Jacques Berndorf schreibt nicht mehr

Krimiautor Jacques Berndorf alias Michael Preute blättert in seinem Haus in einem Buch. Foto: Harald Tittel/Archiv

Berndorf, der mit eigentlichem Namen Michael Preute heißt, habe beim Start der Eifelkrimis nie damit gerechnet, dass sie mal so erfolgreich würden. „Nicht die Spur“, sagte er. Das Schreiben sei seine große Leidenschaft gewesen: Daraus habe sich alles entwickelt. Ob er stolz sei? „Mittelprächtig“, antwortete er.

Mehr als fünf Millionen Bücher hat Berndorf nach Angaben seines Verlegers Ralf Kramp verkauft. Berndorf zähle zu den erfolgreichsten deutschen Krimiautoren und sei damals ein wichtiger Impulsgeber für den Regionalkrimi-Boom gewesen. „Er hat die Provinz geknackt“, sagte Kramp. Vor Berndorfs „Eifel-Blues“ hätten Krimis vor allem in großen Metropolen gespielt.

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