EU-Wettbewerbshüter: Bedenken bei Thyssenkrupp-Tata-Fusion

Die EU-Kommission befürchtet bei dem geplanten Zusammenschluss von Teilen des Industriekonzerns Thyssenkrupp mit dem indischen Stahlproduzenten Tata eine Einschränkung des Wettbewerbs. Eine eingehende Untersuchung sei eingeleitet worden, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. Insbesondere bei Stahlzulieferungen an die Automobilindustrie sowie bei metallbeschichtetem Verpackungsstahl, der etwa bei Konservendosen genutzt werde, könne es zu Beeinträchtigungen des Wettbewerbs kommen.

30.10.2018, 16:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
EU-Wettbewerbshüter: Bedenken bei Thyssenkrupp-Tata-Fusion

Das Firmenlogo von ThyssenKrupp Firmenlogo steht vor der Firmenzentrale in Essen. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Die Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata gilt als ein Kernstück des geplanten Konzernumbaus von Thyssenkrupp. Der Gesamtkonzern soll in zwei selbstständige Gesellschaften aufgespalten werden. Dabei soll das traditionelle Werkstoffgeschäft von dem Industrie-Geschäft getrennt werden.

Auf der einen Seite soll die Thyssenkrupp Materials AG unter anderem den 50-Prozent-Anteil aus dem fusionierten Stahlgeschäft mit dem indischen Partner Tata enthalten. Hinzu kommen der Handel mit Werkstoffen sowie der Marineschiffbau. Im zweiten Unternehmen Thyssenkrupp Industrials AG soll etwa das Geschäft mit Aufzügen oder Zulieferungen für die Autoindustrie gebündelt werden.

Die EU-Kommission hat nun 90 Arbeitstage Zeit, um eine Entscheidung zu fällen.

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