Durchsuchung wegen Kinderpornografie-Verdachts in Oberhausen

Im Zuge der Ermittlungen zu einem in Nordrhein-Westfalen entdeckten Kindesmissbrauchs-Netzwerk hat die Polizei am Donnerstag in Oberhausen eine Wohnung durchsucht. Im Rahmen des großen laufenden Verfahrens wegen sexuellen Kindesmissbrauchs und des Besitzes von Kinderpornografie gegen eine Vielzahl von Beschuldigten sei zusätzlich ein 45-Jähriger ins Visier der Ermittler geraten, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft. Festgenommen wurde er nicht, nach bisherigem Stand der Ermittlungen sei dies auch nicht vorgesehen. Die wohl noch den ganzen Tag andauernde Suche diene der Auffindung von Beweisen, beispielsweise Datenträgern, so der Staatsanwalt weiter. Dazu kamen auch Spürhunde zum Einsatz, die solche Speichermedien erschnüffeln können. Mit Blick auf die noch laufende Aktion wollte der Ermittler zunächst keine weiteren Hintergründe nennen.

19.12.2019, 11:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Ermittlungen hatten in Bergisch Gladbach ihren Ausgangspunkt genommen. Allein in Nordrhein-Westfalen sitzen bisher acht Verdächtige in Untersuchungshaft, außerdem gab es je eine Festnahme in Hessen und Rheinland-Pfalz. In dieser Woche hat sich die Zahl der Beschuldigten damit auf 20 erhöht. Über 3000 Datenträger wurden beschlagnahmt, die die Fahnder mit Hunderten Polizisten durcharbeiten.

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