Düsseldorfer OB: Bessere Luftmesswerte an Umweltspuren

Die umstrittenen Umweltspuren in Düsseldorf haben nach Angaben von Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) an Verkehrsschwerpunkten zu einer geringeren Schadstoffbelastung geführt. Die Luft sei vor allem an den am stärksten belasteten Stellen deutlich weniger mit Stickstoffdioxid belastet, erklärte Geisel am Freitagabend mit Verweis auf neue Daten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv). Dem Ziel, die Belastung zu senken und Fahrverbote zu vermeiden, sei man offenbar einen Schritt näher gekommen. Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) habe er per Brief vorgeschlagen, die stadtnahen Standspuren auf der A46 und A52 zumindest zur Hauptverkehrszeit für Linienbusse freizugeben.

15.11.2019, 18:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Düsseldorfer OB: Bessere Luftmesswerte an Umweltspuren

Thomas Geisel, Oberbürgermeister in Düsseldorf, auf einer Pressekonferenz. Foto: David Young/dpa

Düsseldorf hatte im April die ersten Umweltspuren eingeführt, auf denen Busse, Taxis, Elektroautos und Fahrräder fahren dürfen. Inzwischen sind sie auch für Fahrgemeinschaften frei. Die nunmehr drei Umweltspuren gehören zu einem Maßnahmenpaket der Stadt, das im Luftreinhalteplan festgelegt wurde. Kritiker werfen Geisel jedoch vor, dass der Verkehr nur verdrängt werde und dass sich durch Staus bis auf die Autobahn erhöhte Unfallrisiken ergeben würden. Eine Online-Petition gegen die dritte Umweltspur hat nach Angaben der Organisatoren in vier Wochen rund 11 400 Unterstützer gefunden.

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