Düsseldorf gibt Gemälde von Emil Nolde zurück

Die Stadt Düsseldorf gibt ein Gemälde von Emil Nolde zurück, das sich bislang im städtischen Kunstpalast befand. Die Stadt berichtete am Montag über den Beschluss, die NS-Raubkunst an die Erben des ursprünglichen Besitzers zu übergeben. Das Bild gehörte dem jüdischen Holzhändler Curt Schueler (1877-1962), der es nach der Machtübernahme der Nazis zu einem nicht angemessenen Preis verkaufen musste.

09.07.2019, 06:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Gemälde war 1953 von dem Bauunternehmer und Immobilienhändler Conrad Doebbeke für die städtische Sammlung erworben worden. Da Doebbeke im Verdacht steht, während der NS-Zeit Kunstobjekte aus jüdischem Besitz gekauft zu haben, hatte der Kunstpalast das ungewöhnliche Gemälde 2015 in die Lost Art Liste eingestellt.

Das Werk entstand 1919 und ist doppelseitig. Es zeigt auf der einen Seite eine Landschaft und auf der anderen das Porträt einer jungen Frau mit dem Titel „Schauspielerin“. Carl Schueler und seine Frau konnten vor den Nazis nach Schweden fliehen.

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