Düsseldorf feiert 60 Jahre ZERO-Kunst

Düsseldorf feiert die Gründung der internationalen Avantgardebewegung ZERO vor 60 Jahren: Pünktlich zum Jubiläum ist das einstige Atelierhaus der Künstler Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker nach einer Renovierung zu besichtigen. In dem Gebäude in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs hütet die vor zehn Jahren gegründete ZERO-Stiftung Werke der Künstler sowie Ton- und Filmdokumente. Vom 18. bis zum 20. Oktober ist das Hinterhof-Haus geöffnet, parallel werden auf der Straße Installationen jüngerer Künstler gezeigt. Im Atelierhaus werden viele Hundert Besucher erwartet, in den Straßen werden es viel mehr werden, erklärte die Stiftung.

15.10.2018, 07:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Düsseldorf feiert 60 Jahre ZERO-Kunst

Das Feuer-Atelier von Otto Piene ist bei einer Vorbesichtigung vor dem ZERO-Weekend (18.-20. Oktober) zu sehen. Foto: Henning Kaiser/Archiv

Die Gründung von ZERO im Jahr 1958 war ein Neuanfang: Die Künstler begannen in den Nachkriegsjahren auch sprichwörtlich bei Null und vernetzten sich international. Piene, Mack und Uecker entdeckten neue Wege: Piene zündete Leinwände an für seine Feuerbilder, Mack schuf Kunst mit Licht und in der Wüste, Uecker ist als Nagelkünstler berühmt. Die Arbeiten werden auf der ganzen Welt gezeigt.

1966 löste sich ZERO auf. 2008 hatten die Künstler mit dem Museum Kunstpalast die Stiftung gegründet, um die Bewegung am Entstehungsort Düsseldorf zu erhalten, zu präsentieren und zu erforschen. Mack (87) und Uecker (88) leben in der Region. Piene starb 2014.

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