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Dürre und Hitze: Landwirte in NRW suchen nach Strategien

Die Felder knochentrocken, die Ernte schlecht: Auch wenn die aktuelle Dürre ein Extrem-Ereignis ist, suchen Landwirte in NRW angesichts des Klimawandels und den Folgen nach Strategien.

03.08.2018
Dürre und Hitze: Landwirte in NRW suchen nach Strategien

Nach der Weizenernte ragen auf einem Feld die Halme aus dem Boden. Foto: Martin Gerten

Die Landwirte in Nordrhein-Westfalen stellen sich auf den Klimawandel und die Folgen wie der aktuellen Hitze und Trockenheit ein. Viele Kollegen suchten etwa beim Getreide nach neuen Sorten, die Trockenheit besser vertragen könnten, sagte der Vize-Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbands, Erich Gussen, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir versuchen, Sorten zu finden, die mit der Trockenheit besser zurechtkommen“, erklärte Gussen.

Daneben seien auch neue Feldfrüchte ein Thema. Viele hätten jetzt mit dem Dinkel-Anbau begonnen. Dinkel brauche nicht so viel Wasser, sagte Gussen: „Wir interessieren uns für neue Kulturen, aber man muss auch Abnehmer dafür haben.“ Die Vermarktung von Feldfrüchten sei sehr komplex und damit aufwendig und tendenziell schwierig.

Daneben würden viele Landwirte die Ackerböden verbessern, damit der Boden mehr Wasser speichern kann. Bei der „Humuswirtschaft“ werden demnach Erntereste und Stroh auf dem Acker gelassen, die von Mikroorganismen zersetzt werden. „Diese organische Substanz geht in den Humus über“, erklärte Gussen. Und der sei ein guter Wasserspeicher. Außerdem werde auf eine flache Bodenbearbeitung umgestellt, der Acker nicht mehr so tief aufgerissen. Dadurch verdunste das Wasser weniger schnell.

Trotz dieser Maßnahmen auf dem Acker: Die zur Zeit andauernde Dürre sei so extrem, dass das auch nicht viel helfe. „Wenn Wasser fehlt, fehlt Wasser. Und wenns trocken ist, wächst oben nichts“, sagte Gussen.

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