Dürener Kita schließt nach Hepatitis-A-Fällen

Nach Infektionen mit Hepatitis-A-Viren und einem Verdachtsfall ist eine Kindertagesstätte in Düren für mehrere Wochen geschlossen worden. Bei einem Kita-Kind sei eine Ansteckung nachgewiesen worden, bei einem weiteren bestehe der Verdacht, teilte der Landkreis Düren am Freitag mit. Auch eine Jugendliche, deren jüngere Geschwister die Kita besuchen, wurde den Angaben zufolge infiziert. Am 7. Januar dürfen alle geimpften Kinder wieder in die Einrichtung, die anderen müssen bis zum 14. Januar warten.

14.12.2018, 12:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Kreisgesundheitsamt empfahl den Kita-Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen. Wichtig sei auch eine gute Händehygiene, vor allem nach jedem Toilettenbesuch: Gewöhnlich werde das Virus über Stuhlausscheidungen „von der Hand in den Mund“ übertragen.

Hepatitis A ist demnach eine Virusinfektion der Leber, die gerade bei Kindern meist komplikationslos verläuft. Häufig verursache sie keine oder nur sehr geringe Krankheitszeichen, dann zumeist Durchfall und Erbrechen. Später könne es zu einer Gelbfärbung der Haut und der Augen, der sogenannten Gelbsucht kommen. Die Erkrankung heilt folgenlos aus. Bei Menschen mit einer vorgeschädigten Leber kann die Krankheit allerdings auch schwerer verlaufen. Im vergangenen Jahr zählte das Landeszentrum Gesundheit NRW bis Anfang Dezember 340 Fälle, im laufenden Jahr waren es im gleichen Zeitraum 283.

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