Drohanrufe: Größere Polizeieinsätze in Schwaben und NRW

Ein Mann ruft bei der Polizei an und droht, bewaffnet in Inspektionen vorbeizukommen. Die Beamten nehmen das ernst und ziehen zahlreiche Kräfte zusammen. Die ganze Nacht wird ermittelt - dann greifen Spezialeinsatzkräfte zu.

18.10.2019, 11:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drohanrufe: Größere Polizeieinsätze in Schwaben und NRW

Auf einem Polizeifahrzeug leuchtet das Blaulicht. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Zwei anonyme Anrufe bei der Polizei in Friedberg und Augsburg haben zu größeren Einsätzen geführt. Beteiligt waren auch schwerbewaffnete Spezialeinsatzkräfte, wie ein Sprecher der Polizei am Freitag in Augsburg sagte. Am frühen Morgen wurde ein 37 Jahre alter Mann im nordrhein-westfälischen Porta Westfalica festgenommen. Die Beamten verdächtigen ihn, von dort aus in Schwaben angerufen und gedroht zu haben.

Der 37-Jährige soll zunächst bei der Inspektion in Friedberg angerufen und gedroht haben, mit einer selbstgebauten Maschinenpistole vorbeizukommen und sich von Beamten erschießen lassen zu wollen. Nach dem Anruf am Donnerstagnachmittag zog die Polizei zahlreiche Beamte zusammen, darunter auch Spezialeinsatzkräfte. Weil bis zum späten Abend nichts passierte, wurden die Polizisten nach und nach abgezogen.

Kurz vor Mitternacht soll der Mann erneut gedroht haben an - dieses Mal rief er bei der Inspektion in der Augsburger Innenstadt an. Weil der Anrufer ähnlich wie schon in Friedberg drohte, verlegte die Polizei die Beamte in diesen Bereich.

Der Sprecher betonte am Freitag, es habe zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Der in Nordrhein-Westfalen festgenommene Verdächtige kam in Gewahrsam. Die Kriminalpolizei durchsuchte am Vormittag seine Wohnung.

Weitere Meldungen
Meistgelesen