Drogenkonsum, Autodiebstahl - und aggressives Betteln

22-Jähriger festgenommen

Ein 22-jähriger Mann stiehlt ein Auto und fährt sich danach in einem Feld fest. Als die Polizeibeamten sich um den Täter kümmern, stellen sie fest, dass er kein Unbekannter ist.

Brambauer

15.12.2018, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie die Polizei am Freitag (14. Dezember) mitteilte, ereignete sich das Kuriosum zwei Tage zuvor am Mittwochnachmittag. Es war gegen 14.35 Uhr, als eine Frau die Polizei alarmierte, deren Kleintransporter gerade gestohlen worden war.

An der Straße Königsheide war sie gerade dabei, das Fahrzeug zu entladen, als Zeugen bemerkten, dass sich eine fremde Person hinter das Steuer gesetzt hatte. Weil der Schlüssel noch im Zündschloss steckte, eilte die Frau sofort zum Auto, konnte jedoch nicht verhindern, dass der Unbekannte mit diesem zurücksetzte und anschließend in Richtung Osten davon fuhr.

Weit kam der Mann jedoch nicht. Denn nur kurze Zeit später erhielt die Polizei einen weiteren Einsatz: wegen einer Verkehrsunfallflucht an der Kreuzung Dortmunder Straße/Hönninghauser Straße. Dort war ein Kleintransporter beim Linksabbiegen in die Hönninghauser Straße mit dem Auto eines 36-jährigen Lüners kollidiert, der gerade rechts in die Hönninghauser Straße einbiegen wollte.

Erst Polizei, dann Haftrichter

„Statt sich um einen Personalienaustausch zu kümmern, setzte der Fahrer des Kleintransporters jedoch zurück und flüchtete vom Unfallort - teils, indem er nicht die Straße, sondern ein anliegendes Feld nutzte“, so die Polizei weiter. Endgültig Schluss war mit dieser Irrfahrt schließlich in einem Feld am Ende der Hönninghauser Straße, wo eine Böschung eine für den Fahrer unüberwindbare Barriere darstellte. „Widerstandslos ließ sich der Fahrer von den eintreffenden Polizeibeamten festnehmen.“

Weil diese Hinweise auf einen möglichen Drogenkonsum bei dem Mann erkannten und er sich nicht ausweisen konnte, brachten sie ihn zur nächstgelegenen Wache. Wo ihm nicht nur eine Blutprobe entnommen wurde, sondern wo sich auch herausstellte, dass es sich um einen alten Bekannten handelte. Erst am Morgen hatte der 22-Jährige das Polizeigewahrsam verlassen. Nach einem wiederholten Hausfriedensbruch in einem Gastronomiebetrieb an der Hochofenstraße in Dortmund war er zur Verhinderung weiterer Straftaten dort gelandet. Um kurze Zeit später in Lünen beim Schwarzfahren ohne gültigen Fahrschein erwischt zu werden.

Das brachte ihm erneut einen Besuch auf der Polizeiwache zur Identitätsfeststellung ein Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen. Zusätzlich steht der Mann im Verdacht, am Mittag an der Waltroper Straße in Lünen einen Jungen aggressiv angebettelt zu haben.

Nach all diesen Ereignissen führte sein Weg vom Polizeigewahrsam aus zu einem Haftrichter.

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