Drittes Leck in defekter Wasserleitung in Kreuztal entdeckt

Die Probleme mit der Wasserversorgung in Kreuztal nehmen kein Ende. In der Hauptleitung der Stadt im Kreis Siegen-Wittgenstein ist in der Nacht zu Samstag ein drittes Leck aufgetreten. Die ersten beiden Löcher waren zuvor repariert worden. Nach den Arbeiten war das Rohr am Freitag über Nacht mit Wasser befüllt worden. Dann habe sich aber erneut ein Druckabfall gezeigt, wie der Kreis mitteilte. Das neue Loch werde mit Hilfe einer Rohrkamera lokalisiert. In Kreuztal waren am Dienstag rund 7000 Menschen in Privathaushalten von der Wasserversorgung abgeschnitten worden.

06.10.2018, 14:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drittes Leck in defekter Wasserleitung in Kreuztal entdeckt

Ein Bagger steht an einer freigelegten Wasserleitung. Foto: Markus Klümper

Seit Freitag können immerhin wichtige Einrichtungen wie Arztpraxen, Altenheime, Schulen und Kitas wieder provisorisch versorgt werden.

Derweil installierten rund 60 Feuerwehrleute am Samstag einen zweiten Bypass aus kilometerlangen Schlauchleitungen, mit denen ab Sonntag der Hochbehälter „Kindelsberg“ wieder befüllt werden soll. Bevor das Wasser jedoch in das weiterführende Netz geleitet werden könne, müsse die Qualität geprüft werden.

Bis die Wasserversorgung in den Stadtteilen Eichen, Krombach, Littfeld und Burgholdinghausen wieder überall verlässlich hergestellt sei, brauchen die Bürger noch mehrere Tage Geduld. Das Netz könne nur abschnittweise wieder in Betrieb gehen, hieß es. Wer wieder Wasser habe, solle dieses zudem abkochen.

Parallel bleiben die vier eingerichteten Trink- und Brauchwasserzapfstellen im Ort bestehen. In einer Turnhalle besteht die Möglichkeit zum Duschen.

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