Dritte Generation gibt jetzt im Unternehmen Gas

Autohaus Schmidt

In der Autowelt Schmidt ist die dritte Generation am Start. Max Elsässer verstärkt seit dem 1. Oktober die Geschäftsführung. Das familiengeführte Unternehmen blickt auf 65 Jahre zurück.

Lünen

, 01.10.2018, 14:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dritte Generation gibt jetzt im Unternehmen Gas

Ein großer Tag in der Autowelt Schmidt: Max Elsässer (3.v.r.) ist seit 1. Oktober in dritter Generation in der Geschäftsführung der familiengeführten Unternehmensgruppe tätig, die vor 65 Jahren gegründet wurde. Offiziell begrüßt wurde er von den Gründern Erwin (2.v.l.) und Marianne (3.v.l.) Schmidt, seinem Onkel Eric Schmidt (l.), Vorsitzender der Geschäftsführung, sowie seinen Eltern Susanne (geborene Schmidt) und Gottlieb Elsässer, die ebenfalls in der Geschäftsführung tätig sind. © Magdalene Quiring-Lategahn

Max Elsässer gibt beruflich Gas. Der 28-Jährige, der quasi im Autohaus seiner Großeltern, der Gründer Erwin (86) und Marianne Schmidt (82), groß geworden ist, hat einen der Schalthebel des Unternehmens übernommen. „Das war immer schon mein Kindheitstraum“, erklärte er bei der offiziellen Begrüßung an seinem ersten Arbeitstag.

Dritte Generation gibt jetzt im Unternehmen Gas

Erwin und Marianne Schmidt (rechts) bei einem Motorradausflug in den 1950er- Jahren. © Archiv Schmidt

Gleichzeitig zollte Max Elsässer der Lebensleistung seiner Großeltern Respekt, die vor 65 Jahren mit dem Verkauf von Mopeds den Erfolg ins Rollen gebracht haben. Er trete in ein top geführtes und solides Unternehmen ein.

Max Elsässer will offenen Umgang pflegen

Sein Dank galt auch seinen Eltern Susanne (geborene Schmidt) und Gottlieb Elsässer sowie der Leistung der Mitarbeiter. „Viele kenne ich seit meiner Kindheit“. Nur zusammen sei man stark, sagte er und kündigte einen offenen und transparenten Umgang an.

Zuvor hatte Eric Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung, seinen Neffen im Mini-Konzern begrüßt. Gründer Erwin Schmidt wünschte seinem Enkel mit „vielen guten Mitarbeitern einen guten Start und viel Erfolg.“

Immer zu den Großeltern aufgeschaut

Rührung war dem neuen Junior-Chef anzumerken. „So wie andere Polizist oder Feuerwehrmann werden wollten, wollte ich schon immer ins Autohaus und habe zu meinen Großeltern aufgeschaut.“ Autos sind bis heute seine Leidenschaft. Mit 16 machte er den Motorradführerschein, mit 17 nahm er am begleiteten Fahren teil. Auf seine neue Aufgabe hat sich Max Elsässer gründlich vorbereitet. Nach seinem Abitur 2009 in Werne studierte er in den USA Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensführung. Im September 2013 ging er zu BMW nach München und war dort fünf Jahre lang in den verschiedenen Bereichen wie Marketing, Vertrieb, Strategie und Finanzwesen tätig. „Ich habe dort tolle Erfahrungen gemacht, aber immer gewusst, wo mein Platz ist. Und der ist hier.“ Nach München also Lünen.

Mit Mopeds fing alles vor 65 Jahren an

Vor 65 Jahren hat Erwin Schmidt im Alter von 21 Jahren an der Cappenberger Straße 26 mit dem Verkauf von Mopeds und Motorrädern begonnen. Seine Frau Marianne, damals 18, unterstützte ihn. Beide sind bis heute täglich in der Unternehmensgruppe tätig, die inzwischen mit 430 Mitarbeitern an 14 Standorten über 200 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaftet.

Dritte Generation gibt jetzt im Unternehmen Gas

Blick in den Ausstellungsraum mit auf Hochglanz polierten Fiat-Fahrzeugen Ende der 1950er-Jahre. © Archiv Schmidt

Als erste Marke verkauften die Schmidts den Kleinstwagen Goggomobil, es folgte Anfang der 60er Jahre ein Vertrag mit Fiat und BMW. Anfang der 70er kamen VW und Audi dazu. 1999 wurde gebaut: Der VW-Betrieb an der Cappenberger Straße 25 bekam eine neue Etage. Für die Marke BMW entstand ein neues Autohaus. Im Audi-Betrieb wurde das Hangar-Konzept umgesetzt. 2000 kam der Mini dazu. 2005 wurde der VW-Betrieb neu gebaut. So entstand eine Automeile im Herzen der Stadt. Hier hat Max Elsässer künftig seinen Arbeitsplatz.

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