Dresden kann befreit aufspielen

Die 2. Bundesliga ist eng, umso beruhigender wirken für Dynamo Dresden neun Zähler Vorsprung auf den Tabellenkeller. So kann die Walpurgis-Elf am Samstag befreit bei der „besten Mannschaft der Liga“ aufspielen.

04.11.2018, 10:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dresden kann befreit aufspielen

Dresdens Trainer Maik Walpurgis steht an der Seitenlinie. Foto: Monika Skolimowska/Archiv

Nach vier sieglosen Spielen endlich wieder gewonnen, nun kann Dynamo Dresden in den nächsten Wochen aus dem gesicherten Mittelfeld der 2. Fußball-Bundesliga befreit aufspielen. „Auf jeden Fall haben wir uns jetzt erstmal nach unten Luft verschafft, das ist auch wichtig nach dieser vergangenen Saison, als man bis zum letzten Spieltag gezittert hat“, sagte Dynamos Cheftrainer Maik Walpurgis nach dem 3:1-Erfolg gegen den SV Sandhausen.

Es ist der zweitbeste Saisonstart im Bundesliga-Unterhaus seines Arbeitgebers, dennoch sieht der 45-Jährige keinen Grund, sich auf den bisher erreichten 18 Punkten auszuruhen und nachlässig zu werden. Zwar habe sich seine Mannschaft wieder ein Stück verbessert und die Aktivitäts-Phasen erhöhen sich, doch „sind die Phasen der Passivität noch da, auch wenn sie geringer werden. Daran gilt es weiter zu arbeiten“, sagte der Dynamo-Coach und kündigte eine fundierte Analyse an.

Viel Zeit, sich mit dem dritten Heimsieg der Saison zu beschäftigen, bleibt aber nicht, denn bereits am Montag soll mit der Vorbereitung auf den kommenden Gegner begonnen werden. Und das ist kein geringerer als der Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln. Auch Walpurgis kam nicht herum, seinen Blick bereits auf den nächsten Samstag zu richten: „Wir freuen uns natürlich riesig auf ein tolles Auswärtsspiel gegen die im Moment wohl beste Mannschaft der Liga. Das wird Spaß machen, uns mit denen zu messen.“

Einen Tag vor Karnevalsbeginn gastieren die Sachsen in der Jecken-Hochburg, den Party-Clown will Walpurgis aber nicht spielen. „Wir fahren sicherlich nicht dahin, um Köln in den Karneval zu schicken, dass sie dann schön feiern können“, sagte der 45-Jährige. „Auf jeden Fall wird uns ein richtig stimmungsvolles Spiel erwarten und wir wollen dann möglichst zu einem tollen Fußballspiel beitragen. Es macht natürlich großen Spaß, in so einem Stadion zu spielen und hat sicherlich auch einen Tick von Bundesliga-Feeling.“

Achtmal trafen beide Teams in Deutschlands höchster Spielklasse bisher aufeinander, 15 Mal insgesamt. Der letzte Dresdner Auswärts-Erfolg datiert vom 8. Oktober 1994, damals siegte der achtmalige DDR-Meister durch Tore von Michael Spies und Johnny Ekström mit 2:1.

Coach Walpurgis hat wieder mehr Alternativen in seinem Kader, kann mit seinem Team unberechenbarer agieren. Gegen Sandhausen setzte er etwas überraschend anstelle des gelb-rot-gesperrten Jannis Nikolaou auf Baris Atik, der prompt seine erste Torvorbereitung feiern konnte. „Das war überfällig, dass er seinen Einsatz bekommt. Er war immer fleißig, hat sich die Dinge im Training erarbeitet“, lobte ihn sein Trainer. Nicht wenige hatten Haris Duljevic erwartet. „Chancen gibt es für die Spieler jede Woche im Training und dann auch im Spiel. Wir trainieren jeden Tag konzentriert, da hat jeder Spieler auch die Chance, sich jeden Tag in den Fokus zu spielen“, erklärte Walpurgis und ließ Interpretationsspielraum.

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