„Endspiel“ in Duisburg: Dynamo braucht Sieg zum Abschluss

Die zwei Niederlagen der jüngeren Vergangenheit haben beim sächsischen Traditionsclub ihre Spuren hinterlassen. Zum Abschluss des Jahres stehen der Coach und seine Elf gehörig unter Druck.

21.12.2018, 13:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es brodelt bei Dynamo Dresden. Vor dem letzten Spiel des Jahres ist beim Fußball-Zweitligisten die Stimmung im Keller. Beleg dafür ist die Suspendierung von Außenverteidiger Philip Heise, der bis zur Winterpause vorerst nur individuell trainieren darf und auch am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) beim MSV Duisburg fehlen wird. „Ich erwarte von jedem Spieler, dass er sich mit vollster Konzentration und Einsatzbereitschaft vorbereitet. Disziplin, Ordnung und der Fokus auf die tägliche Arbeit sind das Entscheidende“, erklärte Cheftrainer Maik Walpurgis am Freitag auf der Pressekonferenz der Sachsen.

Dem 27-jährigen Heise wird vorgeworfen, derzeit nicht zu einhundert Prozent bei der Sache zu sein, womit Heise wohl exemplarisch für weitere Akteure steht. Denn der Kredit bei den Fans ist nach den vergangenen beiden Niederlagen aufgebraucht. Vor allem die Art und Weise wurde von ihnen und auch Walpurgis bemängelt. „Wir leben in einem emotionalen Sport und sind alle nicht zufrieden. Dass jeder erfolgreich sein will, ist doch klar“, sagte der 45-Jährige.

Wollen seine Schützlinge für einen versöhnlichen Jahresausklang sorgen, ist ein Sieg zum Rückrundenauftakt in Duisburg Pflicht. Dafür braucht es aber eine Leistungssteigerung. Umso erstaunlicher ist es, dass der Dynamo-Coach in der ohnehin schon angespannten Personalsituation auf seinen letzten verbliebenen Außenverteidiger verzichtet. Denn mit Linus Wahlqvist, Niklas Kreuzer und auch Patrick Möschl fehlen drei noch wochenlang. Auch Mannschaftskapitän Marco Hartmann kann frühestens im Wintertrainingslager wieder eingreifen.

Zwar kann Brian Hamalainen Heises Position einnehmen, doch agierte der 29 Jahre alte Däne in all seinen 15 Zweitliga-Partien als Innenverteidiger, fehlte nur zweimal verletzt. Dennoch ist das die wahrscheinlichste Option, auch wenn Walpurgis dafür seine Innenverteidigung umbauen müsste. Mit Sören Gonther und Florian Ballas stünden dafür gleich zwei erfahrene Akteure bereit.

Mit dem MSV wartet ohnehin der schlechteste Angriff im Unterhaus auf die Sachsen. Nur 15-Mal war das Team von Torsten Lieberknecht bisher erfolgreich und ist im Dezember noch punktlos. Nur zwei Tore erzielten die „Zebras“ in den vergangenen drei Partien, kassierten dafür aber zehn. Mit 30 Gegentreffern stellt der MSV die drittschlechteste Abwehr.

Doch auch in der Dresdner Offensive hakte es in den vergangenen Partien. Sowohl gegen Kiel, als auch gegen Paderborn blieb die Walpurgis-Elf torlos, weswegen der Dynamo-Coach auch über eine Systemänderung nachdenkt. „Ich weiß, dass beide (Lucas Röser und Moussa Koné/Anm. d. Red.) gut miteinander harmonieren. Natürlich sind das Gedankengänge, auch weil wir ein Alternativ-System schon frühzeitig mit vorbereitet haben“, sagte der 45-Jährige. Koné konnte die Woche jedoch noch nicht mit der Mannschaft trainieren, einem Einsatz in Duisburg soll das aber nicht im Wege stehen.

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