Dreifacher Bombenverdacht: Dortmund plant große Evakuierung

Die Stadt Dortmund bereitet sich wegen vermuteter Weltkriegsbomben im Erdreich auf eine große Evakuierung von Kliniken und Teilen der Innenstadt vor. Die aufwendige Aktion ist für das zweite Januarwochenende geplant, teilte die Stadt Dortmund am Mittwoch mit. Bis am 12. Januar drei Verdachtspunkte in mehr als drei Metern Tiefe freigelegt werden können, müssen mehr als 13 000 Menschen ihre Häuser verlassen. Auch die beiden größten Krankenhäuser in der Stadt und drei Seniorenheime müssen geräumt werden. Der Hauptbahnhof wird an dem Sonntag ebenfalls nur eingeschränkt erreichbar sein. Auch Hotels sowie das Opernhaus und Theater sind betroffen.

18.12.2019, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mitten in der Innenstadt haben Experten des Kampfmittelräumdienstes nach Luftbildauswertungen und Bohruntersuchungen insgesamt drei Punkte ausgemacht, an denen wahrscheinlich Weltkriegsbomben von einer Größe bis zu 500 Kilo schlummern, die entschärft werden müssen. Was sich in der Tiefe verbirgt, kann man aber erst mit Sicherheit sagen, wenn die Punkte freigelegt sind, so der Kampfmittelräumdienst. Dafür sei in jedem Fall eine großflächige Räumung nötig.

Vor allem die Räumung der Kliniken mit voraussichtlich rund 400 Patienten bedürfe einer langfristigen Vorbereitung, hieß es am Mittwoch. Damit Krankentransporte freie Fahrt haben, werden bereits zwei Tage zuvor Straßen im Klinikviertel gesperrt. An dem Wochenende selbst werden laut Feuerwehr rund 1000 Menschen als Einsatzkräfte, Helfer oder vom Kampfmittelräumdienst im Einsatz sein.

Weitere Meldungen
Meistgelesen