Dreharbeiten auf jüdischem Friedhof: Regisseur entschuldigt sich für „kleinen Schrecken“

Jüdischer Friedhof

Als Oliver Meth einen Film auf dem Jüdischen Friedhof drehte, hatte er für viel Aufsehen gesorgt. Nun hat er sich noch mal zu Wort gemeldet - und seinen fertigen Film präsentiert.

Selm

, 11.10.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dreharbeiten auf jüdischem Friedhof: Regisseur entschuldigt sich für „kleinen Schrecken“

Oliver Meth (l.) und seine Freunde sorgten Anfang September für reichlich Aufsehen auf dem Jüdischen Friedhof. © Pascal Albert

Oliver Meth (35) hatte bereits damit gerechnet, dass seine Aktion für ein wenig Aufsehen sorgen würde. Gemeinsam mit drei Freunden hatte der Lüner einen Film auf dem Jüdischen Friedhof an der Kreisstraße gedreht - und damit für zahlreiche verwunderte Autofahrer gesorgt. Jetzt hat er sich noch einmal zu Wort gemeldet.

„Es haben schon so viele Leute beim Ordnungsamt angerufen“, erzählte Selms Stadtsprecher Norbert Zolda am 5. September, als Meth den Film für sein Studium drehte. Letztendlich war der Dreh des Studenten aber mit der Stadt auch abgesprochen.

Jetzt lesen

Darauf weist er nun auch noch mal in einem Beitrag in der Facebook-Gruppe „Die Selmer Gruppe für ALLE“ hin. „Ich habe mich natürlich mit meiner Crew nicht illegal dort aufgehalten“, schreibt er.

Regisseur wollte niemanden erschrecken

In seinem Beitrag richtet er auch noch mal „einen besonderen Dank“ an die Stadt Selm, dass sie seinen Dreh genehmigt hatte. Zudem entschuldigt er sich bei allen Bürgern, denen er mit seinem Auftreten „einen kleinen Schrecken versetzt“ hat.

Außerdem versichert er in der Facebook-Gruppe mit über 3000 Mitgliedern, „dass nicht ein Schaufelstich in ein tatsächliches Grab gesetzt wurde“. Die Entscheidung, auf dem Jüdischen Friedhof an der Kreisstraße zu drehen, begründet er derweil damit, dass es optisch der perfekte Drehort für ihn gewesen sei.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Straßensanierung

„Brauereiknapp bleibt lebensgefährlich.“ Radfahrer fordert mehr Sicherheit in Cappenberg

Hellweger Anzeiger Überfall

Nach dem brutalen Überfall auf ein Ehepaar stellt sich vor allem eine Frage in Selm

Hellweger Anzeiger Wertstoffhof

Ärger über Wertstoffhof Selm: Entsorgen Firmen massenhaft Müll auf Kosten der Steuerzahler?

Hellweger Anzeiger Landfleischerei

Nach dem Großbrand in Selm: Landfleischerei Brüning ist mit ihrem Stand auf dem Wochenmarkt

Hellweger Anzeiger Überfall

Dreister Überfall: Falsche Postboten fesseln und knebeln Senioren in ihrer Wohnung in Selm

Meistgelesen