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Dimitrios Axourgos hat jetzt auch bei den Stadtwerken Schwerte das Sagen

Aufsichtsrat Stadtwerke

Der Bürgermeister löst seinen Parteigenossen Heinz Haggeney als Aufsichtsrats-Vorsitzenden ab. Der nennt als Grund für seinen Rücktritt gesundheitliche Gründe.

Schwerte

, 09.08.2018
Dimitrios Axourgos hat jetzt auch bei den Stadtwerken Schwerte das Sagen

Rückt vor: Dimitrios Axourgos. © Bernd Paulitschke

Der Rathauschef hat jetzt auch bei der wichtigsten Tochter der Stadt das Sagen: Bürgermeister Dimi-trios Axourgos hat seinen SPD-Parteigenossen Heinz Haggeney als Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Stadtwerke Schwerte abgelöst.

„Ich habe gewechselt mit Dimitrios Axourgos und bleibe normales Mitglied“, sagte Haggeney auf Anfrage. Gesundheitliche Gründe nennt der 68-Jährige, der an vielen Fronten für seine Partei engagiert ist, als ausschlaggebend für den Schritt: „In der Summe habe ich mir zu viel zugemutet.“ Deshalb habe er auch schon zuvor im Juni den Vorsitz des SPD-Stadtverbands abgegeben: „Damals habe ich gesagt, ich bleibe im Aufsichtsrat der Stadtwerke.“ Den Vorsitz zu behalten, habe er damit aber nicht gemeint – auch wenn es teilweise anders interpretiert worden sei.

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Stadt kommentiert Entscheidung nicht

Für die Bekanntgabe des Rücktritts wollte Haggeney damals die nächste Aufsichtsratssitzung abwarten, die für den 11. Juli angesetzt war. Dabei wählte das Gremium anschließend aus seiner Mitte heraus einen Nachfolger, nämlich den Bürgermeister. „Das ist eine Entscheidung einer städtischen Gesellschaft. Die kommentieren wir nicht“, sagte Stadt-Pressesprecher Carsten Morgenthal dazu auf Anfrage.

Die Besetzung des vierköpfigen Aufsichtsrats-Präsidiums ist kompliziert, weil die Stadt Schwerte nur über eine geringe Anteilsmehrheit an ihren Stadtwerken verfügt. Den Rest halten die Dortmunder Stadtwerke, die dafür im Vorstand die Plätze zwei (mit einem Vertreter ihrer Verkehrs-Tochter DSW21) und vier (mit einem Vertreter ihrer Energie-Tochter DEW21) besetzen dürfen. Den Vorsitzenden stellt die Stadt Schwerte. Genauso wie den Vierten im Bunde, aktuell Hans-Georg Rehage (CDU).

Große Parteien sprechen sich ab

Dass die Stadt den Vorsitz einem SPD-Mann überlässt, entspricht einer Absprache zwischen den beiden großen Ratsparteien: Die CDU stellt im Gegenzug den Aufsichtsrats-Vorsitzenden der Stadtsparkasse. In der vorangegangenen Ratsperiode war es noch genau umgekehrt vereinbart. Nach der Wahl übernahm Haggeney den Stadtwerke-Vorsitz 2014 von CDU-Fraktionschef Marco Kordt. Altbürgermeister Heinrich Böckelühr (CDU), schon durch sein Amt im Aufsichtsrat vertreten, blieb stets nur normales Mitglied.

Der Aufsichtsrat besteht nach Auskunft von Halina Hommernick-Bänsch, Assistentin der Stadtwerke-Geschäftsführung, aus 14 Personen. Als Aufwandsentschädigung erhielten die 2016 zusammen 22.000 Euro Sitzungsgeld. So weist es der Geschäftsbericht aus, der für jüngere Jahre noch nicht vorliegt. Wieviel davon auf den Vorsitzenden fällt, ist nicht öffentlich bekannt.

Haggeney zieht sich nicht ganz zurück

Ganz aus der Politik zurückziehen will sich Heinz Haggeney jetzt aber nicht. Er bleibt nicht nur normales Aufsichtsrats-Mitglied der Stadtwerke, sondern auch Sprecher der SPD im Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt. Auch den SPD-Arbeitsgruppen will er weiterhin angehören.